Sie müssen keine jungen Tomatenpflanzen kaufen – säen Sie sie einfach selbst. Hier teilen wir aus langjähriger Praxis die wichtigsten Tipps für einen reibungslosen Start in die Tomatenzucht.
Das Säen von Tomaten ist unkompliziert, wenn Sie die Essentials kennen. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie die besten Samen wählen, richtig aussäen, wann Sie pikieren und vieles mehr.
Auswahl der Samen
Bevor Sie loslegen, wählen Sie hochwertige Samen. Ideal sind samenfeste Sorten: Aus ihnen gewinnen Sie Jahr für Jahr eigenes Saatgut.
Noch besser: Greifen Sie zu alten Tomatensorten. Diese sind robust, krankheitsresistent, schädlingsarm und geschmacklich vielfältiger als Hybride.
Tipp: Verwenden Sie Bio-Saatgut aus ökologischem Anbau. Erhältlich im Gartenfachhandel oder online, z. B. bei Avocadostore.
Tomaten säen: Der richtige Zeitpunkt und das Vorgehen
Der Zeitpunkt ist entscheidend: Zu früh birgt Frostgefahr, zu spät verzögert die Reife. Starten Sie frühestens Ende Februar. Auf dem Fensterbrett eignet sich Anfang bis Mitte März, spätestens Anfang April.
Übrigens: Unreife Tomaten lassen sich problemlos nachreifen.
Benötigt werden Anzuchtschälchen, Anzuchterde und idealerweise eine Sprühflasche. So gehen Sie vor:
- Füllen Sie die Gefäße zu 4–5 cm mit Anzuchterde.
- Bohren Sie 1 cm tiefe Löcher mit dem Finger.
- Legen Sie je einen Samen hinein und bedecken Sie ihn mit Erde.
- Stellen Sie die Schälchen hell ans Fenster – ohne Zugluft. Halten Sie 18–25 °C.
- Besprühen Sie täglich mehrmals, ohne Staunässe zu erzeugen.
- Nach 10–14 Tagen keimen die Samen.
Wichtig: Keine normale Erde nutzen – sie ist zu nährstoffreich. Anzuchterde ist armer und ideal.
Nach der Aussaat: Pikieren und Auspflanzen
Beim ersten echten Blattpaar (nach ca. 3 Wochen) pikieren. Verwenden Sie frisches Substrat und Töpfe. Details: Tomaten pikieren: Der richtige Zeitpunkt und wie es funktioniert.
Bei 30 cm Höhe umpflanzen: Zuerst ins Gewächshaus oder auf dem Fensterbrett, nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland.