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Milch und Hormone: Beeinflusst Kuhmilch Ihren Hormonspiegel?

Vor einigen Monaten habe ich mich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, ob Fleisch den Hormonspiegel beeinflusst. Viele Leser haben mich seither nach Kuhmilch gefragt.

Jede Milch – von Kühen, Ziegen, Menschen oder Schweinen – enthält natürlich geringe Mengen an Hormonen wie Östrogen und Progesteron. Da diese Hormone fettlöslich sind, ist ihr Gehalt in Vollmilch höher als in Magermilch. Bio-Milch weist jedoch vergleichbare Hormonmengen auf wie konventionelle Milch.

Fördert Milch Brustkrebs?

Manche Menschen sorgen sich, dass Hormone in Kuhmilch gesundheitliche Risiken birgt. Es wurde spekuliert, ob Östrogen das Wachstum hormonempfindlicher Krebsarten wie Brust- oder Eierstockkrebs begünstigt oder eine frühe Pubertät bei Kindern auslöst.

Als Ernährungsexperte unterstütze ich voll und ganz, wer auf Milchprodukte verzichtet. Sie sind nicht essenziell für eine gesunde Ernährung. Gründe können ethische Bedenken oder Haltungsbedingungen sein.

Wenn jedoch Hormone Ihr Hauptbedenken sind, hier die Erkenntnisse aus meiner Recherche:

Die Hormonmengen in Milch sind verschwindend gering gegenüber der Eigenproduktion des Körpers. Der Körper eines Mannes produziert täglich etwa 6.000-mal so viel Östrogen wie ein Glas Vollmilch, bei Frauen sogar 28.000-mal. Diese Menge ist physiologisch unbedeutend.

Fällt Milch den Östrogenspiegel spürbar an, wäre sie bei Menopause-Symptomen hilfreich. Tatsächlich wirkt Sojamilch bei Hitzewallungen oft besser.

Kein klarer Zusammenhang zwischen Milch und früher Pubertät. Kinder erreichen die Pubertät früher, trinken aber weniger Milch als früher. Steigende Fettleibigkeit erklärt dies wahrscheinlicher, da Köperfett den Östrogenspiegel erhöht.

Kein klarer Link zu erhöhtem Brust- oder Eierstockkrebsrisiko. Niedrigere Raten in milcharmen Kulturen resultieren aus vielen Faktoren. Innerhalb gleicher Populationen zeigen Studien keine oder sogar schützende Effekte bei höherem Konsum.

Möglicher Zusammenhang zu Prostatakrebs. Bei mehr als vier Portionen täglich steigt das Risiko leicht. Ob Hormone oder andere Faktoren verantwortlich sind, ist unklar – unwahrscheinlich, da andere hormonelle Effekte fehlen.

Wie viel Milchprodukte sind empfehlenswert?

Ich rate zu maximal 3 Portionen täglich, besonders bei Vollmilchprodukten. Das deckt den Kalziumbedarf und respektiert Grenzen für gesättigte Fette.

Ohne Milchprodukte gibt es Alternativen für Kalzium.

Essen Sie Milchprodukte?

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