Fledermäuse sind faszinierende, aber ungewollte Gäste im Haus. Sie verursachen Lärm, beschädigen die Dämmung und können Krankheiten übertragen. Am besten gehören sie in die Wildnis – doch immer legal und artgerecht.
„Fledermäuse sind in vielen Regionen, einschließlich Deutschlands und des Vereinigten Königreichs, streng geschützt“, warnt Rachel Crow, Gartenredakteurin bei Homes & Gardens. Prüfen Sie unbedingt Ihre örtlichen Naturschutzgesetze, bevor Sie handeln, um Strafen zu vermeiden und die Tiere nicht zu schädigen.
Wenn eine Umsiedlung erlaubt ist – ähnlich wie bei Waschbären loszuwerden –, setzen Sie auf humane Methoden. Hier sind bewährte Ansätze aus der Praxis.
Fledermäuse aus dem Haus natürlich entfernen
Haben Sie eine Fledermaus im Haus entdeckt? Wahrscheinlich gibt es eine Kolonie. Lokalisieren Sie Verstecke wie Dachboden, Wände oder Dämmungsschichten, damit Maßnahmen wirken.
Fledermäuse identifizieren

In Deutschland und Europa leben Dutzende Arten, die sich in Größe unterscheiden. Typisch: Kot wie Mäusekot, der zu Staub zerbröselt. Hören Sie Kreischen bei Dämmerung? Das sind jagende Fledermäuse. Ein Gutachter kann bestätigen – auch wenn Entfernung reguliert ist.
Falls Umsiedlung möglich: Probieren Sie diese acht Methoden.
1. Alle Einstiegspunkte schließen

Fledermäuse quetschen sich durch winzige Spalten. Versiegeln Sie Risse, besonders am Dach. „Dachböden ahmen Höhlen nach, mit Isolation als Bonus“, erklärt Rachel Crow. Installieren Sie einen Fledermauskegel: Raus können sie, rein nicht. Humane Ausfilterung für kleine Gruppen.
2. Natürliche Repellents einsetzen

Starker Geruch vertreibt Fledermäuse effektiv. Pfefferminze (auch gegen Mäuse loszuwerden), Phenol, Zimt oder Eukalyptus. Mischen Sie ätherisches Öl mit 2 Tassen warmem Wasser und ½ Tasse Zucker, sprühen Sie in Nistplätze. Phenol-Kristalle (mit Schutzkleidung!) halten länger. Ideal gegen Neuankömmlinge; bei Kolonien kombinieren.
3. Fledermaushaus im Garten aufhängen

Ein Fledermaushaus bietet Alternative. Fledermäuse ziehen um und bleiben als natürliche Schädlingsbekämpfer (bis 600 Mücken/Stunde!). Sie bevorzugen feste Orte – helfen Sie ihnen artgerecht weiterleben.
4. Nahrungsquellen eliminieren

Wie bei Maulwürfen loszuwerden: Kein Futter, kein Bleiben. Insektenfresser (z.B. Kleine Hufeisennase) meiden käferarme Gärten. Pflanzen Sie mückenabwehrende Kräuter; netzen Sie Obstbäume. „Schützen Sie Früchte mit Netzen“, rät Rachel.
5. Helle Gartenleuchten installieren

Nachtaktive Fledermäuse fliehen vor Licht. Außenbeleuchtung mit Bewegungssensoren auf Veranda/Dachboden vertreibt sie – Zeit, Löcher zu stopfen.
6. Ultraschallgerät nutzen

Als Letztes: Ultraschall stört Echoortung (ähnlich Eichhörnchen loszuwerden). Nur temporär, bis sie weg sind und Löcher versiegelt.
7. Versteck gründlich reinigen

Entfernen Sie Kot/Düfte, ersetzen Sie Dämmung. Phenolhaltige Reiniger verhindern Rückkehr.
8. Profis hinzuziehen
Bei großen Kolonien: Fachfirma. Kostenintensiv, aber legal und effektiv. Manche bieten nur Beratung.
Wirken Mottenkugeln gegen Fledermäuse?
Nein! Giftig (Naphthalin verursacht Erbrechen, kann tödlich sein). Ineffektiv langfristig.
Verschwinden Fledermäuse von allein?
Kleine Gruppen ja, große nein. Häuser bieten Schutz/Nahrung.
Was lockt Fledermäuse an?
Wärme, Sicherheit. Urbanisierung treibt sie zu uns.