Das Aufarbeiten vorhandener Schränke ist die ideale Lösung, wenn Sie Ihre Küche auffrischen möchten, ohne Zeit, Energie oder Geld für einen Komplettumbau zu investieren.
"Anstatt neue Schränke anzuschaffen, sparen Sie mit der Nachlackierung nicht nur Kosten, sondern wählen auch eine umweltfreundliche und nachhaltige Alternative", erklärt Lucy Searle, Global Editor in Chief bei Homes & Gardens. "Küchenschränke zu streichen eignet sich hervorragend für Holz- oder lackierte Fronten und lässt sich oft übers Wochenende erledigen. Nachlackieren ist eine smarte Methode, um Ihre Schränke zu modernisieren, ohne sie auszutauschen."
"Bevor Sie starten, müssen die Schränke makellos sauber sein", rät Looeeze Grossman, Gründerin von The Used Kitchen Company (öffnet in neuem Tab). "Wischen Sie sie mit einem starken Allzweckreiniger oder Spülmittel und Wasser ab – das wirkt Wunder. Anschließend mit Zuckerseife nachreinigen, um alle Rückstände zu lösen. Leicht abschleifen mit feinem Sandpapier, vorsichtig vorgehen und Spalten mit Holzspachtel ausfüllen."
Im Folgenden führen wir Sie als erfahrene DIY-Experten schrittweise durch den Prozess.
So lackieren Sie Küchenschränke
Neben Lack oder Beize können Sie auch spezielle Produkte für eine hochwertige Oberflächenveredelung nutzen. So bekommen Ihre Schränke ein frisches Aussehen, ohne dass Sie alte Elemente entfernen oder neue einbauen müssen.
"Nach dem Schleifen empfehle ich immer ungiftige Produkte", ergänzt Looeeze. "Sie sind nachhaltiger und sicherer für Familie und Haustiere. Mit einem breiten Pinsel streichen Sie die Fronten wasserfest aus."
Hier die bewährte Anleitung von Experten, unabhängig vom Ausgangszustand.
1. Arbeitsbereich schützen
Schützen Sie die Küche gründlich: Legen Sie Plastikplanen, umweltfreundliches Baupapier oder Leinwandtücher auf Böden, Arbeitsplatten, Geräte und Möbel. So vermeiden Sie Staub und Schleifpartikel während der Arbeiten.
Entfernen Sie Türen und Schubladen, beschriften oder nummerieren Sie sie für die spätere Montage. Kleben Sie die Innenseiten der Schränke mit Plastikfolie ab und decken Sie Spritzschutz an der Rückseite ab.
2. Oberflächen vorbereiten
Vorbereitung entscheidet über den Erfolg – investieren Sie hier Zeit. "Bei Holzschränken Türen, Griffe und Scharniere demontieren", rät Ryan McDonough, Innenausstatter-Experte bei My Job Quote (öffnet in neuem Tab). "Mit Zuckerseife Fett und Schmutz entfernen. Leicht mit feinem Sandpapier schleifen, immer mit der Maserung. Handarbeit für Details wie Kanten und Profile."
Türen und Schubladen gründlich schrubben: Synthetische Stahlwolle mit Seife und Wasser oder TSP-Lösung (bei Amazon öffnet in neuem Tab) gegen Fett. Alles trocknen lassen.
3. Hardware reinigen
Reinigen Sie Griffe und Scharniere: 30 Minuten in heißem Seifenwasser einweichen, abschrubben, spülen und trocknen. Bei Bedarf polieren.
4. Altbelag entfernen
Lüften Sie gut oder arbeiten Sie draußen. Prüfen Sie den alten Belag und wählen Sie passendes Abbeizmittel – meist Lackentferner. Reparieren Sie danach Löcher und Kratzer.
Bei bereits lackierten Schränken diesen Schritt überspringen und direkt schleifen.
5. Schleifen
Handschleifpapier oder -schwamm mit Körnung 100–150 nutzen, um Haftung zu schaffen. Staub mit Sauger entfernen, dann mit feuchtem Mikrofasertuch abwischen. Trocknen lassen.
6. Finish auftragen
Tragen Sie Lack, Wachs oder Farbe auf. Für Holz eignen sich Restor-A-Finish oder Feed-N-Wax (öffnet in neuem Tab bei Amazon). Tipps zum Lackieren finden Sie in unserem separaten Guide.
Trocknen lassen, neue Griffe montieren und Türen/Schubladen anbringen.
Küchenschränke ohne Schleifen erneuern?
Reinigung mit Lösungsbenzin und rauer Schwamm für sanfte Mattierung.
Unterschied Refinishing vs. Refacing?
Refinishing verändert Oberfläche/Farbe des Materials; Refacing fügt neues Material hinzu.