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Renovierung beim Auszug: Muss ich die Wohnung streichen? Unsere Experten-Checkliste

Die Renovierung bei Auszug aus der Mietwohnung erfordert Sorgfalt und Planung. Neben einer gründlichen Reinigung sind oft Schönheitsreparaturen wie Streichen gefragt. Basierend auf bewährten Praktiken und rechtlichen Empfehlungen haben wir eine umfassende Checkliste für Sie erstellt, damit nichts übersehen wird.

Streichen beim Auszug: Wann ist es wirklich notwendig?

Der Mietvertrag legt fest, welche Renovierungsarbeiten Sie übernehmen müssen. Laut Süddeutscher Zeitung (SZ) können Mieter Tapezieren, Spachteln und Streichen sparen, wenn Klauseln "nicht wirksam formuliert" sind. Das gilt insbesondere bei:

Folgende Formulierungen machen Vorgaben unwirksam:

  • Formulierungen wie "Die Wohnung komplett auf Vordermann bringen": Hier entscheidet der Einzelfall.
  • Vorgeschriebene Renovierungsarbeiten in festen Zeitabständen: Rechtlich unzulässig nach SZ.
  • Schwammige Formulierungen: Zum Beispiel "in vertragsgemäßem Zustand" übergeben, ohne genaue Definition.
  • Einzug in eine nicht-renovierte Wohnung: Keine Schönheitsreparaturen (Streichen, Tapezieren etc.) erforderlich.

In diesen Fällen obliegt die Renovierung dem Vermieter.

Renovierung beim Auszug: Alle wichtigen Arbeiten im Überblick

Der genaue Umfang steht im Mietvertrag. Typischerweise reinigen Sie Zimmer, Küche und Bad gründlich. Unsere Checkliste sorgt dafür, dass nichts fehlt:

  • Spachteln Sie Löcher in Wänden zu und streichen Sie weiß darüber.
  • Keine Streichpflicht? Entfernen Sie dunkle Streifen mit einem Radiergummi.
  • Putzen Sie Fenster mit Hausmitteln und Zeitungspapier – inklusive Rahmen und Bänke.
  • Wischen Sie Böden: Passendes Mittel je nach Belag, hartnäckige Flecken mit Scheuerschwamm.
  • Wischen Sie Heizkörper (inkl. Ableseelemente) feucht ab.
  • Wischen Sie Deckenlampen trocken ab.
  • Kontrollieren und ersetzen Sie Glühbirnen bei Bedarf.
  • Rücken Sie festsitzende Möbel ab, wischen Sie innen, außen, oben und seitlich.
  • Wischen Sie Zimmertüren beidseitig ab.

Verwenden Sie ökologische Hausmittel, wiederverwendbare Tücher und Schwämme für umweltfreundliche Ergebnisse.

Renovierung bei Auszug: Spezielle Tipps für Küche und Badezimmer

In Küche und Bad gelten besondere Reinigungsanforderungen. Hier die Highlights:

Küche:

  • Tauen Sie den Kühlschrank ab und reinigen Sie ihn gründlich.
  • Wischen Sie Kühlschränke aus.
  • Reinigen Sie die Geschirrspülmaschine.
  • Reinigen Sie die Dunstabzugshaube.

Badezimmer:

  • Wischen Sie alle Fliesen.
  • Reinigen Sie Dusche und WC.
  • Entfernen Sie Haare aus Siphons.
  • Wischen und polieren Sie den Spiegel.
  • Entfernen Sie Kalk an Duschwänden, -wanne und Armaturen.

Streichen beim Auszug: Praktischer Leitfaden Schritt für Schritt

Streichen fällt oft schwer, aber mit unseren bewährten Tipps wird es machbar – ökologisch und effizient.

Wichtige Hinweise beim Streichen:

  • Farbmengen: Verfügbar in 10-, 5- oder 1-Liter-Eimern. Angabe der Quadratmeterleistung auf dem Eimer.
  • Decke oder Wand? Feste Farbe für Decken: tropft nicht, hohe Deckkraft durch Pigmente.
  • Ökologische Farben: Suchen Sie das Ökosiegel des Blauen Engels.

Empfohlene Farben für Schönheitsreparaturen:

  • Dispersionsfarbe: Gängig, wählen Sie Varianten ohne Lösungs- und Konservierungsmittel.
  • Leim-/Kreidefarben: Ideal für Decken und Raufasertapeten, ökologisch, allergikerfreundlich (achten Sie auf Konservierungsstoffe), aber schimmelpilzempfindlich.
  • Leimfarben nur mit Leimfarben überstreichen – vorab mit Schleifpapier aufrauen.

Streichtechnik für perfekte Wände:

  1. Kleben Sie Steckdosen und Sockelleisten mit Kreppband ab.
  2. Malen Sie Ecken mit Pinsel, dann rahmenförmig um die Wand.
  3. Streichen Sie "nass in nass" mit der Rolle: Lieber öfter eintauchen für einheitliches Weiß.

Tipp: Vermeiden Sie Sonne oder Zugluft – Farbe trocknet sonst ungleichmäßig. Entsorgen Sie Farbeimer und Reste fachgerecht.

Renovierung beim Auszug: Wichtige Ummeldungen nicht vergessen

Mitten im Renovierungsstress: Erledigen Sie diese Adressänderungen:

  • Ummeldung beim Rathaus, ggf. Fahrzeuge
  • Stromanbieter
  • Internetanbieter
  • Lokalzeitung, überregionale Zeitungen
  • Abonnements (Tipp: Liste 6 Wochen vorab starten)
  • Arbeitgeber, Universität etc.
  • Bank, Versicherungen, Krankenkasse
  • Ggf. Deutsche Knochenmarkspenderdatei
  • Freunde und Familie