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Greiskraut sicher erkennen: Merkmale des giftigen Wildkrauts

Greiskräuter (Senecio) sind eine Gattung giftiger Wildpflanzen, die in Deutschland weit verbreitet sind. Als erfahrene Botaniker zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Pflanzen zuverlässig identifizieren und welche Gefahren sie für Mensch und Tier darstellen.

Die Gattung Greiskraut umfasst weltweit über 1.000 Arten, die zu den Korbblütlern gehören – wie Ringelblume oder Arnika. In Mitteleuropa sind rund zehn Arten heimisch, darunter:

  • Gewöhnliches Greiskraut
  • Jakobs-Greiskraut
  • Wald-Greiskraut
  • Fuchs-Greiskraut
  • Raukenblättriges Greiskraut

Alle Arten enthalten giftige Stoffe, insbesondere Pyrrolizidinalkaloide.

Greiskraut erkennen: Typische Merkmale und Vorkommen

Greiskräuter wachsen häufig an Böschungen, Wegrändern und auf nährstoffarmen Ackerflächen. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit begünstigt die Ausbreitung, wenngleich keine explosive Vermehrung zu beobachten ist.

Erkennungsmerkmale von Greiskraut:

  • Größe: 10 bis 120 cm, z. B. Gewöhnliches Greiskraut bis 30 cm, Jakobs-Greiskraut über 1 m.
  • Blätter: Gelappt bis gezahnt, kaum behaart; grundnahe Blätter bilden Rosetten.
  • Blüten: Gelb, ganzjährig in aufrechten Dolden.
  • Stängel: Rötlich-braune Verfärbungen.
  • Samen: Löwenzahn-ähnlich mit Schirmchen.

Giftigkeit von Greiskraut für Mensch und Tier

Für Landwirte und Viehhalter sind Greiskräuter ein wachsendes Problem. Sie produzieren Pyrrolizidinalkaloide als Schutz vor Fressfeinden. Beim Menschen entstehen in der Leber toxische Abbauprodukte (metabolische Toxifizierung). Geringe Mengen gelten als unbedenklich, höhere Dosen über lange Zeit können krebserregend wirken. Wissenschaftliche Daten sind begrenzt; eine britische Studie stuft verunreinigte Lebensmittel als geringes Risiko ein. Bei Kontakt: Handschuhe und in der Blütezeit Mundschutz tragen.

Eine weitere Studie zeigt Auswirkungen auf Pferde und Weidetiere durch Plasma-Veränderungen. Aufgrund des bitteren Geschmacks werden frische Pflanzen gemieden, im Heu jedoch verliert sich der Geschmack – Gift bleibt erhalten. Landwirte müssen Wiesenpflanzen genau kennen.

Achtung bei Verwechslungen mit Johanniskraut oder Rucola – nur pflücken, wenn Bestimmung sicher ist.

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