Komposthaufen sind ideal, um Biomüll und Pflanzenreste zu verwerten und nährstoffreichen Dünger zu gewinnen. Doch nicht alles gehört darauf – einige Materialien können den Prozess stören oder Schädlinge anlocken. Als erfahrene Gartenspezialisten zeigen wir Ihnen, worauf es ankommt.
Viele Gärtner schätzen den Komposthaufen für seine Umweltfreundlichkeit: Biomüll wird zu humoser Erde. Aber Erfolg erfordert Know-how. In diesem Beitrag erklären wir den optimalen Aufbau, was definitiv nicht kompostierbar ist und was sich eignet.
So legen Sie Ihren Kompost richtig an
- Standort: Wählen Sie einen halbschattigen, windgeschützten Platz – nicht zu windstill. Halten Sie Abstand zum Nachbargrundstück, um Geruchsbelästigungen oder Insekten zu vermeiden.
- Aufbau: Sorgen Sie für wasserdurchlässigen Boden und Lüftungsschlitze an den Seiten für optimale Belüftung.
- Pflege: Schichten Sie den Haufen alle drei Monate um – das fördert die Zersetzung und reduziert das Volumen.
Diese 11 Dinge haben nichts auf dem Komposthaufen verloren
Trotz aller Vorteile: Manches Material ruiniert Ihren Kompost. Hier die häufigsten Fehlerquellen mit Begründung aus der Praxis:
- Brotprodukte (inkl. Kuchen, Nudeln): Ziehen Schädlinge wie Mäuse an.
- Fleischprodukte (Fleisch, Knochen, Fisch, Fett): Locken Ungeziefer und verursachen Geruch.
- Milchprodukte (Milch, Käse, Joghurt, Sahne): Fördern Schädlinge durch schnelle Zersetzung.
- Öl: Kochöl stört den Feuchtigkeitshaushalt und riecht nach Futter.
- Reis (gekocht oder roh): Gekochter Reis nährt Bakterien, roher lockt Schädlinge.
- Kranke Pflanzen: Pilze oder Bakterien übertragen sich auf neuen Kompost und infizieren Pflanzen.
- Löwenzahn oder Efeu: Diese robusten Arten wachsen weiter statt zu verrotten.
- Sägespäne: Nur vermeiden bei chemisch behandeltem oder lackiertem Holz – sonst unbedenklich.
- Bedrucktes oder foliertes Papier: Chemikalien und Folien kontaminieren den Kompost.
- Tierkot: Hohes Gesundheitsrisiko durch Pathogene.
- Glas, Kunststoffe oder Metall: Zersetzen sich nicht biologisch.
Nicht-kompostierbare Abfälle entsorgen Sie bitte über den lokalen Wertstoffhof oder Zweckverband – Infos finden Sie auf deren Websites.
Diese Materialien dürfen auf den Kompost
Vielfalt ist der Schlüssel zum guten Kompost. Hier bewährte Beispiele:
- Teebeutel
- Gemüse- und Obstabfälle
- Eierschalen
- Kaffeefilter
- Stroh und Heu
- Laub und Rinde
- Baum-, Strauch- und Rasenabschnitte
Für tiefergehende Infos empfehlen wir die Kompostfibel des Umweltbundesamts – ein unverzichtbarer Ratgeber.