Das Sammeln von Regenwasser bringt klare Vorteile: Es ist kostenlos, schont die Umwelt und reduziert Ihren Wasserverbrauch. In diesem praxisnahen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Regenwasser professionell auffangen und sinnvoll einsetzen.
Besonders Hausbesitzer mit Garten profitieren davon. Stellen Sie eine Regentonne unter das Fallrohr, um Wasser direkt vom Dach aufzufangen, und nutzen Sie es zum Gießen. So sparen Sie Leitungswasser und senken Ihre Kosten erheblich.
Kalkhaltiges Leitungswasser ist für Pflanzen oft problematisch. Regenwasser mit seiner niedrigen Härte und ohne Zusätze wie Chlor, Fluor oder Ozon ist ideal und fördert gesundes Wachstum.
Regenwasser in der Regentonne sammeln
Die einfachste Methode ist die Regentonne unter dem Fallrohr. Ideal für den Garteneinsatz und preisgünstig erhältlich in Baumärkten mit vielfältigen Modellen.
Tipp: Ergänzen Sie einen Regensammler. Dieser filtert Blätter, Pollen und Schmutz heraus und leitet Überschusswasser bei Bedarf in die Kanalisation ab – sicher und effizient.
Regenwasser mit der Zisterne sammeln
Für größere Mengen eignen sich Zisternen oder Erdtanks, die auch Haushaltsnutzung ermöglichen.
Unterirdische Erdtanks aus Polyethylen schützen vor Hitze und UV-Licht, zerfallen aber langfristig zu Mikroplastik.
Zisternen aus Beton sind langlebig und platzsparend, z. B. unter Garagenzufahrten:
- Hohe Stabilität für anspruchsvolle Lagen.
- Größe abhängig von Wasserverbrauch und regionalem Niederschlag – lassen Sie sich vor Ort beraten.
Achtung: Überschusswasserleitung erfordert oft Genehmigungen und Gebühren nach lokaler Abwasserverordnung. Haushaltsnutzung muss gemäß Trinkwasserverordnung beim Gesundheitsamt angemeldet werden.
Regenwasser im Haushalt nutzen
Regenwasser eignet sich nicht zum Trinken, aber hervorragend für Haushaltszwecke.
Perfekt für Toilettenspülung: Ein Eimer neben der Toilette spart bis zu 40 Liter täglich – rund 30 % des Verbrauchs laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Für risikofreie Nutzung installieren Sie eine zertifizierte Regenwassernutzanlage (angemeldet beim Gesundheitsamt). Damit waschen Sie Wäsche schonender.
Vorteil: Weiches Regenwasser reduziert Kalkausfälle, sodass Sie bis zu 20 % weniger Waschpulver benötigen – besonders in hartwasserreichen Regionen.