Der Goldregen zählt zu den giftigsten Gartenpflanzen. Giftstoffe stecken in Blüten, Blättern und Samen. Hier erfahren Sie, wie sich eine Vergiftung äußert und was im Notfall zu tun ist.
Mit seinen hängenden gelben Blüten ist der Goldregen ein echter Hingucker. Von Mai bis Juni blüht der Strauch, der bis zu zehn Meter hoch werden kann und in ganz Europa verbreitet ist. Die Blüten erinnern an herabhängende Trauben, aus denen sich später bohnenartige Hülsenfrüchte entwickeln.
So attraktiv die Pflanze wirkt, so gefährlich ist sie: Goldregen ist hochgiftig – bei allen drei Sorten. 2012 wurde sie sogar zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
Was macht den Goldregen so giftig?
In Deutschland gehört der Goldregen zu den giftigsten Pflanzen. Verantwortlich ist der Alkaloid Cytisin, der sich in Blättern, Blüten und besonders in den bohnenförmigen Samen konzentriert.
Die Ähnlichkeit der Samen zu Bohnen macht die Pflanze vor allem für Kinder gefährlich, die keinen Unterschied erkennen. Bereits 15 bis 20 Samen können für Kinder tödlich sein, bei Erwachsenen reichen 23.
So wirkt das Gift des Goldregens
Das Gift wirkt nicht bei Berührung, sondern erst nach Verschlucken. Symptome treten 15 Minuten bis eine Stunde später auf:
- Brennen im Mund- und Rachenraum
- starker Durst
- Übelkeit und Erbrechen
- Magen-Darm-Krämpfe
- Schweißausbrüche
- Kopfschmerzen
- geweitete Pupillen
- Muskelzuckungen und Krämpfe
Bei schwerer Vergiftung folgen Lähmung, Atemstillstand und Kreislaufversagen.
Falls jemand Goldregen-Samen gegessen hat: Bleiben Sie ruhig und handeln Sie schnell:
- Trinken Sie ein großes Glas Wasser oder Tee, um das Gift zu verdünnen.
- Rufen Sie sofort den Notarzt (112) oder fahren Sie in die nächste Klinik. Die Giftinformationszentralen raten dringend dazu.
Schutz vor dem giftigen Goldregen
Aus Vorsicht ist das Pflanzen von Goldregen nahe Schulen, Spielplätzen oder Kindergärten oft verboten. Im eigenen Garten müssen Sie ihn nicht entfernen, aber informieren Sie alle Bewohner über die Giftigkeit.
Achten Sie besonders auf Haustiere wie Hunde oder Katzen – vor allem bei am Boden liegenden Samenkapseln.