Als erfahrener Gärtner wissen wir: Wassertriebe, auch Wasserschosser genannt, sind ein häufiges Problem bei Obstbäumen. In diesem Beitrag erklären wir, was dahintersteckt, warum Sie sie entfernen sollten und wie Sie das professionell umsetzen.
Sie erkennen Wassertriebe an dünnen, glatten Trieben mit heller Rinde, die senkrecht emporwachsen und oft über einen Meter lang werden. Diese unerwünschten Schösslinge entstehen aus mehreren Gründen:
- Ein zu starker Rückschnitt veranlasst den Baum, schnell neue Äste zu bilden.
- Der Baum gleicht ein Äste-Defizit aus, weil er zu stark gewachsen ist.
- Überdüngung fördert diesen Effekt und führt zu Wasserschossern.
- Nach einer geringen Fruchternte treibt der Baum neue Triebe, um mehr Früchte zu produzieren.
In keinem Fall ergeben sich daraus starke, gesunde Äste. Entfernen Sie die Wassertriebe, damit Ihr Obstbaum seine Energie in robustes Wachstum und Fruchtbildung investiert.
Der optimale Zeitpunkt zum Entfernen von Wassertrieben
Der beste Moment ist nach den Eisheiligen Mitte Mai. Gründe dafür:
- Die Triebe sind noch weich und lassen sich mühelos abziehen.
- Ein Schnitt zu dieser Zeit verhindert Neubildung – im Gegensatz zum Winter, wenn "schlafende Augen" (unsichtbare Knospen) aktiviert werden und neue Triebe sprießen.
Mehr zum Schneiden von Obstbäumen: Wann sollte man Obstbäume schneiden?
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wassertriebe entfernen
Bereiten Sie Gartenhandschuhe (z. B. bei Memolife**), eine Gartenschere und eine Leiter vor.
Bei jungen, dünnen Trieben reicht die Hand:
- Ziehen Sie Handschuhe an, umfassen Sie den Trieb (oder mehrere nebeneinander).
- Lösen Sie ihn mit einem kräftigen Ruck.
Bei härteren Exemplaren schneiden Sie tief am Astansatz ab, direkt über dem Astring – dort, wo der Trieb aus dem Hauptast wächst.
Kleine Wunden heilt ein gesunder, gepflanzter Obstbaum schnell selbst. Weitere Tipps für den Mai: Gartenarbeit im Mai: Das solltest du jetzt einpflanzen.