Oben: Unter dem dichten Blätterdach eines benachbarten Spitzahorns pflegen Robert und Julie ihren Hinterhof. Ein breiter Kiesstreifen unterdrückt Unkraut, fördert die Winterentwässerung und erleichtert die tägliche Reinigung nach dem Hund. Zwei etwa 1,8 m hohe Blaubeerpflanzen rahmen den formellen Trittsteinweg ein, der zu einem kleinen Sitzbereich führt, umgeben von freistehenden, gebogenen Stahlspalieren, die zu lebenden Wänden wachsen.
Das Backyard Habitat Certification Program ist eine fortlaufende Partnerschaft zwischen Portland Audubon und Columbia Land Trust. Es umfasst über 200 Acres Hinterhöfe in Portland und hat in diesem Jahr über 15.000 einheimische Pflanzen verteilt.
Fotos von Yoo Jean Han
Als erfahrener Landschaftsarchitekt bei Terracord Landscapes liebe ich es, Gärten zu gestalten, die Menschen tiefer mit ihrer Umwelt verbinden. Der Aufbau eines zertifizierten Hinterhof-Lebensraums macht das perfekt möglich. Unsere Kunden wünschen sich Gärten, die lokal verwurzelt wirken und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen menschlichen Bedürfnissen und der natürlichen Welt schaffen. Diese Zertifizierung lenkt uns zu fundierten Entscheidungen bei Materialien, Layout und Bepflanzung von Anfang an. Hausbesitzer schätzen, dass ihre Investition Biodiversität in unserer nordwestlichen Bioregion fördert. Mit nun über 200 Acres zertifizierter Flächen und stetig wachsender registrierter Grundstücke entsteht ein echtes Netzwerk – für eine grünere Zukunft in Oregon.
Robert Kim, Julie Teal und Rigby entspannen sich auf ihrer vorderen Terrasse im Nordosten von Portland. Dieser Außenraum lädt zur Interaktion mit Freunden und Nachbarn ein, bei Blick auf den abgestuften Garten. Segeltuchvorhänge an der Pergola sorgen für Privatsphäre bei Abendessen. Bunte Nistkästen an Kamelien locken Singvögel. Entworfen und gebaut von Terracord Landscapes. Nistkästen bei Birds & Bees Nursery, Portland. |
Invasive Arten sicher identifizieren und bekämpfen
Invasive Pflanzen verdrängen einheimische Arten, die Wildtieren Nahrung und Schutz bieten. Unsere regionalen Tiere haben sich über Jahrhunderte an lokale Pflanzen angepasst. Schnell wachsende Neophyten stören die Nahrungskette massiv. Viele kennen Klassiker wie Himalayabrombeere, Englische Stechpalme oder Englischen Efeu – doch es gibt Dutzende mehr, darunter Wolfsmilch-Lorbeer (Daphne laureola), Kraut-Robert (Geranium robertianum), Myrte-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) und Himmelsbaum (Ailanthus altissima). Aktuelle Infos zu Ihrer Region: www.OregonInvasiveSpeciesCouncil.org.
Kleine Bestände entfernen Sie durch fleißiges Handjäten. Größere Flächen eignen sich für Folienmulchen: Legen Sie Pappe, holzige Rückstände, Kompost und Mulch direkt darüber. Das erstickt Unkraut und bereitet nährstoffreichen Boden vor. Nicht ideal bei bestehenden Beeten oder Windexposition, aber super für viele Gärten.
Gegen große Bäume und Sträucher holen Sie zertifizierte Arboristen mit Invasiven-Erfahrung. Wiederverwenden Sie Äste für Wege, Spaliere oder Vogelbruthaufen. Statt Herbizide: Stümpfe fräsen und Späne für Wege oder Kompost nutzen. Bei nicht-resprizierenden Stümpfen Pilzimpfung einsetzen – Terracord Landscapes kooperiert mit Mykologen dafür. Ein pilzbedeckter Stumpf wird zum Highlight für Kinder-Märchengärten und Wildtierhabitat.
Phylliopsis 'Sugar Plum', eine seltene NW-Heidekraut-Hybride, gepaart mit Sedum spathulifolium 'Cape Blanco'. |
Grundlage mit einheimischen Pflanzen schaffen – smarte Kombinationen
Unsere Nordwest-Bioregion bietet immense Pflanzenvielfalt: Wildblumen, immergrüne Arten und Heilpflanzen. Sie stützen die Nahrungskette und bringen in städtischen Gärten Textur, Winterblüte und Farben – ideal in 'Native Fusion'-Designs mit Zierpflanzen. Natives sind nicht 'gut', Nicht-Natives 'schlecht'; es geht um harmonische, ganzjährig wildlife-freundliche Mischungen. Jede Gartenstelle hat eine passende einheimische Pflanze, von feucht-schattig bis sonnig-trocken. Lokale Gärtnereien erweitern ihr Angebot kontinuierlich.
Westliches Mauerblümchen (Erysimum capitatum), ein unterschätzter NW-Eingeborener, passt in fast jeden Garten. |
Im Gartencenter: Entdecken Sie Neues jenseits von Schwertfarn und Douglasie! Yerba Buena (Micromeria douglasii) als duftender Bodendecker für Cocktails. Westlicher Ziegenbart (Aruncus dioicus) mit Blütenkaskaden. Cascara (Rhamnus purshiana) kompakt mit vogelfreundlichen Beeren. Streben Sie eine einheimische pro Gartetag: Bodendecker bis Baumkrone. Das Programm bietet maßgeschneiderte Empfehlungen und Rabatte auf Native-Pflanzen.
Wartung neu denken: Weniger Eingriff, mehr Natur
Modernisieren wir die Pflege: Umarmen Sie den natürlichen Zyklus von Tod und Wiedergeburt. Wie Umweltschützer James George sagt: 'Von Beherrschung zur Verwaltung.' Beobachten Sie statt eingreifen: Ist das Insekt ein zukünftiger Schmetterling? Laub und Moos sind kein Müll, Sträucher brauchen kein jährliches Scheren. Definieren Sie 'Wildzonen', reduzieren Sie Aufwand und fördern komplexe Ökosysteme. Ohne Pestizide siedeln Arthropoden an – und ziehen bunte Vögel nach. Eine Goldrutenkrabbenspinne in Blüte bringt jeden Gärtner zum Staunen.


