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Kreuzkraut (Senecio jacobaea): Die einheimische Wildpflanze im Fokus

Kreuzkraut (Senecio jacobaea): Die einheimische Wildpflanze im Fokus

Kreuzkraut (Senecio jacobaea) ist eine in Großbritannien heimische, zweijährige Wildblume. Sie erreicht eine Höhe von etwa 90 cm und bildet im Sommer sowie Frühherbst dichte Trauben aus gelben, gänseblümchenartigen Blüten. Die fein geteilten, gezähnten Blätter verleihen ihr ein charakteristisches Erscheinungsbild.

Der unschätzbare Wert des Kreuzkrauts für die Tierwelt

Kreuzkraut (Senecio jacobaea): Die einheimische Wildpflanze im Fokus

Kreuzkraut dient als vitale Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten: Rund 35 Arten sind ausschließlich darauf angewiesen, und Hunderte weitere nutzen es, darunter die markante Zinnobermotte. Für diese ist Kreuzkraut essenziell als Futterpflanze für Larven sowie als Quelle für Pollen und Nektar. Vögel wiederum picken die Samen gerne auf.

Ist Kreuzkraut giftig?

Kreuzkraut (Senecio jacobaea): Die einheimische Wildpflanze im Fokus

Kreuzkraut enthält Pyrrolizidinalkaloide, milde Toxine, die es für bestimmte Tiere schützen. Die hell gefärbten adulten Exemplare und Raupen der Zinnobermotte signalisieren Raubtieren durch ihre Warnfarben die Aufnahme dieser Giftstoffe, die sie ungenießbar machen.

Für Säugetiere, insbesondere Pferde, birgt es jedoch Risiken: Große Mengen (etwa 5 bis 20 % des Körpergewichts) können zu Lebervergiftungen führen. Auch Kühe sind anfällig, während Schafe und Ziegen resistenter sind. Tiere meiden es instinktiv wegen des bitteren Geschmacks – auf Weiden wachsen Pferde oft um hohes Kreuzkraut herum. Probleme entstehen meist durch versehentliche Aufnahme in getrocknetem Heu, wo zudem Schimmelpilze die Gesundheit gefährden können.

Beim Menschen ist die Toxizität gering; eine schädliche Menge wäre enorm. In Großbritannien sind keine Vergiftungsfälle bekannt. Berührung ist unbedenklich, da die Stoffe die Haut kaum passieren und keine Gefahr darstellen.

Kreuzkraut in Gärten

In Gärten gilt Kreuzkraut oft als Unkraut, doch Naturschützer und Wildgärtner schätzen seinen enormen Nutzen für Insekten und Vögel. Es eignet sich hervorragend für Wildblumenwiesen.

Kreuzkraut effektiv kontrollieren

Kreuzkraut (Senecio jacobaea): Die einheimische Wildpflanze im Fokus

Kreuzkraut produziert windverbreitete Samenmassen und breitet sich rasch aus. In der Nähe von Pferdekoppeln lohnt es sich, Blütenköpfe vor der Samenreife zu entfernen, um Ausbreitung zu verhindern.

Zum vollständigen Entfernen aus dem Garten einfach ausreißen – die Pflanze löst sich leicht aus dem Boden und lässt sich kompostieren.