Thripse, auch als Donnerfliegen bekannt, sind winzige Insekten, die Pflanzen in Haus, Gewächshaus und Garten schädigen können. Nicht alle Arten sind problematisch, doch bestimmte Thripsarten verursachen erheblichen Schaden an Blättern und Blüten.
Thripse sicher identifizieren
Thripse messen maximal 2 mm und sind mit bloßem Auge kaum sichtbar – eine Lupe ist oft unerlässlich. Larven (Nymphen) sind flugunfähig, weißlich-gelb gefärbt. Erwachsene Exemplare besitzen zwei Flügelpaare und erscheinen bräunlich-gelb bis schwarz-braun. Sie saugen an Blattober- und Blütenflächen. Im Gewächshaus oder Wintergarten eignen sich gelbe Klebefallen hervorragend, um Befall früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Typische Schäden durch Thripse

Betroffene Blätter wirken zunächst matt, entwickeln silbrige Sprenkel und verziehen sich. Bei genauerer Inspektion zeigen sie schwarze Punkte. Blüten streifen sich, verformen oder öffnen nicht richtig – ein klares Anzeichen für Thripsbefall.
Betroffene Pflanzenarten
Manche Thripsarten sind spezifisch, z. B. für Gladiolen, Geißblatt, Zwiebeln, Erbsen oder Liguster. Der Westliche Blütenthrips plagt Chrysanthemen, Fuchsien, Pelargonien, Eisenkraut, Tomaten und Gurken. Im Freien treten sie in warmen Monaten auf, drinnen das ganze Jahr.
Präventive Abwehrstrategien
Thripse bevorzugen Hitze und Trockenheit – steigern Sie die Luftfeuchtigkeit! Stellen Sie Töpfe auf Kiesbetten mit Wasser oder besprühen Sie Pflanzen regelmäßig lauwarm. Befeuchten Sie Gewächshausböden mehrmals täglich und nutzen Sie feuchtigkeitsspeichernde Kapillarmatten.
Hygiene ist entscheidend: Entfernen Sie wöchentlich abgestorbene Blätter und Blüten. Reinigen Sie Gewächshäuser jährlich gründlich – Glas, Böden und Bänke waschen, mit chemiefreiem Rauch prüfen lassen.
Kaufen Sie nur gesunde Pflanzen, um Einführung zu vermeiden. Als erfahrene Gärtner empfehlen wir diese Maßnahmen aus jahrelanger Praxis.
Biologische Bekämpfung ohne Chemie
Biologische Kontrolle mit Raubmilben wie Amblyseius cucumeris ist ideal für Innenräume. Sie wirkt nur bei vorhandenem Befall und braucht Wochen zur Etablierung – keine Sofortlösung. Ergänzend Tensid- oder Fettsäure-Sprays: kontaktwirkend, aber mehrmals anwenden. Vermeiden Sie sie bei Raubmilben, da diese geschädigt werden.
Chemische Mittel als letzter Ausweg
Systemische Insektizide wie Acetamiprid (Neonicotinoide) wirken zuverlässig, schaden aber Bienen und Nützlingen – sparsam einsetzen! Folgen Sie strikt den Packungsanweisungen, sprühen Sie abends blütenfreie Pflanzen. Priorisieren Sie immer umweltfreundliche Alternativen.