DeuAq.com >> Leben >  >> Haus & Garten

Hallimasch im Garten: Erkennen, bekämpfen und vorbeugen – Expertenrat für gesunde Pflanzen

Hallimasch, auch Honigpilz genannt, kann Gärten erheblich schädigen. Diese Pilze der Armillaria-Gattung bilden honigfarbene Fruchtkörper, die vor allem im Spätsommer und Herbst auftreten. Unterirdisch breiten sie sich aus und greifen Wurzeln von Sträuchern und mehrjährigen Pflanzen an, was zum Absterben führt.

In der freien Natur konkurrieren andere Pilze mit Hallimasch und halten sein Wachstum in Grenzen. In kultivierten Gärten, wo Pilze oft nicht geduldet werden, gewinnt er jedoch Vorteile und kann sich explosionsartig ausbreiten.

Betroffen sind viele Gehölze und Stauden wie Birke, Hortensie, Liguster, Apfel, Birne, Magnolie und Buche. Besonders anfällig sind Rosen, Johannisbeeren, Weiden und Schneeball.

  • Entdecken Sie hallimasch-resistente Pflanzen

Hallimasch richtig identifizieren

Hallimasch im Garten: Erkennen, bekämpfen und vorbeugen – Expertenrat für gesunde Pflanzen

Symptome umfassen Absterben von Triebtipps, blasses Laub, Ausbleiben von Blüten, blutende oder rissige Rinde und letztlich den Tod der Pflanze.

Hallimasch ist tricky zu erkennen, da er unterirdisch wirkt und nicht immer Pilze bildet. Es kann Jahre dauern, bis die Pflanze stirbt, und Symptome wie Absterben ähneln anderen Problemen. Schälen Sie die Rinde nahe dem Boden ab: Weiße, schnurartige Myzelschnüre zwischen Rinde und Holz deuten auf Befall hin. Rhizomorphe – schwarze, früher rot-violette Schnüre – sowie herbstliche honigfarbene Pilze sind weitere Indizien.

Wie Hallimasch Pflanzen schädigt

Hallimasch im Garten: Erkennen, bekämpfen und vorbeugen – Expertenrat für gesunde Pflanzen

Verschiedene Hallimasch-Arten unterscheiden sich in ihrer Aggressivität. Aggressive Varianten töten gesunde Pflanzen, mildere schwächen nur oder greifen Kranke an. Oft reicht es, Pflanzen vital zu halten, statt den Pilz vollständig auszurotten.

Rechtliche Hinweise zu Hallimasch

Es gelten keine speziellen Vorschriften zur Bekämpfung. Aus Nachbarschaftsgründen sollten Sie jedoch die Ausbreitung in fremde Gärten verhindern.

Hallimasch effektiv entfernen

Hallimasch im Garten: Erkennen, bekämpfen und vorbeugen – Expertenrat für gesunde Pflanzen

Es gibt keine zugelassenen Fungizide gegen Hallimasch. Entfernen Sie befallene Pflanzen inklusive aller Wurzeln und verbrennen oder entsorgen Sie sie. So sterben die Rhizomorphe ab. Bei weiterem Befall müssen Nachbarpflanzen mit entfernt werden.

Weitere bewährte Maßnahmen gegen die Ausbreitung:

  • Pflanzen gesund halten: Ausreichend gießen, schneiden und Stress vermeiden
  • Erde um Stämme abtragen – zu tief gepflanzte Exemplare sind anfälliger
  • Komplett entfernen: Wurzeln, Erde und Stümpfe
  • Umstehende Pflanzen, z. B. in Hecken, herausnehmen
  • Boden umgraben, um infizierte Teile zu zerstören
  • 6–12 Monate brachliegen lassen
  • Mit resistenten Arten nachpflanzen
  • Befallskarten anlegen für betroffene Zonen