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Starbucks entkoffeinierter Kaffee: Chemikalien oder sicheres Wasserverfahren?

Starbucks entkoffeinierter Kaffee: Chemikalien oder sicheres Wasserverfahren?Frage: In Ihrem Artikel über entkoffeinierten Kaffee schreiben Sie: „Fast alle entkoffeinierten Kaffees werden mit dem Schweizer Wasserverfahren oder einer Kohlendioxidextraktion hergestellt, die beide harmlos sind.“ Ich habe gehört, dass Starbucks chemische Verfahren nutzt, die schädlich für Gesundheit und Umwelt sind. Was halten Sie davon?

Als Kaffeexperte mit langjähriger Branchenkenntnis habe ich Ihre Frage ernst genommen und direkt bei Starbucks nachgefragt. Das Ergebnis war ernüchternd: Starbucks verwendet tatsächlich das Lösungsmittel Methylenchlorid für die Entkoffeinierung aller entkoffeinierten Kaffees – außer zwei Ausnahmen. Der entkoffeinierte Komodo Dragon Blend und der VIA Instant Decaf Italian Roast werden mit dem ungiftigen Schweizer Wasserverfahren hergestellt.

Methylenchlorid gilt als giftig und potenziell krebserregend. Es ist nicht ratsam, die Dämpfe einzuatmen oder die Substanz auf die Haut zu lassen. Wichtig: Im fertigen Kaffee sind keine Spuren nachweisbar, da die hohen Rösttemperaturen das Lösungsmittel zerstören. Größere Expositionen drohen eher durch Farbverdünner oder Klebstoffe im Haushalt.

Berufliche Exposition wird von der OSHA streng reguliert, und die EPA überwacht Umweltbelastungen wie Boden- und Grundwasserkontamination. Industrie ist nicht allein schuld – unsachgemäße Entsorgung von Lösungsmitteln durch Verbraucher in Restmüll statt Sondermüll birgt oft größere Risiken.

Zurück zum Kaffee: Ich greife bei Starbucks selten zu Entkoffeiniertem (siehe: Vorteile von Koffein). Vielen Dank für den Hinweis – so können wir alle bewusster wählen.