Haben Sie sich schon mal gefragt, ob das abgestorbene Laub in Ihrem Garten mehr taugt als den Mülleimer zu füllen? Tatsächlich gibt es tolle Alternativen. Diese Ideen sind nicht nur einfacher als Laubsäcke ans Straßenrand zu stellen, sondern fördern Wildtiere, Pflanzen und sogar Ihren Rasen.
Viele Bäume pflanzen wir wegen ihrer prächtigen Herbstfarben und ihres belaubten Charmes – doch der Laubfall und die folgende Aufräumarbeit bereiten selten Freude. Wir haben mit Gartenexperten Graham Barrett von Beanbags (öffnet in neuem Tab) gesprochen. Hier seine Empfehlungen:
1. Laub verbessert die Rasengesundheit
„Mähen Sie wöchentlich über das Laub“, rät Graham. „Die Mähmesser zerkleinern es und verteilen es als natürlichen Laubmulch auf dem Rasen.“
Das ist ideal, um Moos sanft zu bekämpfen – ohne Chemikalien wie Spülmittel. Der Mulch verhindert Moosbildung effektiv.
2. Laub nährt Ihre Pflanzen
„Zerkleinertes Laub profitiert auch Ihren Pflanzen“, erklärt Graham. „Es zerfällt zu Nährstoffen, die robuste Wurzelsysteme fördern und Pflanzen widerstandsfähiger machen.“
3. Laub verbessert die Bodengesundheit
Für gesünderen Boden ist Kompost unschlagbar – und Laub ist perfekt dafür.
„Bei viel Laub: Legen Sie einen Komposthaufen an. Nutzen Sie Laub allein oder mischen Sie es mit Grasschnitt und Küchenabfällen.
Stapeln Sie es einfach in einer Gart Ecke. Es zerfällt zu nährstoffreichem Humus, den Sie als Dünger einarbeiten können. Lassen Sie es überwintern, wenden Sie gelegentlich und befeuchten Sie bei Trockenheit mit dem Gartenschlauch und einer Heugabel. Im Frühling haben Sie wertvollen Kompost.“
4. Blumen- und Gemüsebeete profitieren
Perfekt für Gemüse- oder Schnittblumengärten: Herstellung von Blatterde.
„Kompost zu aufwendig? Harken Sie Laub zu einem Haufen. Nach einem Jahr wird es zu dunkler, erdig duftender Bodenverbesserung mit viel Kalzium und Magnesium“, sagt Graham.
„Wasserspeichernd eignet es sich ideal für Blumenbeete, Gemüse- und Kräuterbeete.“
5. Laub unterdrückt Unkraut
„Mulch hält Boden feucht, schützt vor Trockenheit und blockiert Unkraut, indem er Sonnenlicht abhält“, erläutert Graham.
„Laubmulch ist top: Leicht zu beschaffen, langlebig und seltener nachzufüllen als Heu, Papier oder Rinde. Zerkleinern Sie es vorher – am besten trocken mit dem Mäher.“
6. Isolieren Sie Ihren Schuppen damit
„Für Schuppen oder Gartenhäuser: Stapeln Sie Laub innen und decken Sie mit Folie ab. Das hält Feuchtigkeit und Wind fern.“
7. Schützen Sie Wurzelgemüse
„Laub isoliert nicht nur Schuppen, sondern auch im Boden lagernde Karotten, Grünkohl oder Lauch den Winter über“, so Graham. „Einfach bedecken – und ernten!“
Sind tote Blätter gut für den Garten?
„Laub wirkt lästig, ist aber Gärtnergold, richtig genutzt“, betont Experte Graham Barrett. „Nie einsacken: Es fault, riecht und lässt sich schlechter mulchen. Breiten Sie es stattdessen aus.
Sammeln Sie harken Sie zu Haufen und trocknen lassen – nicht zu nass für Kompost. Mit Laubbläser? Nutzen Sie ihn im Garten, sparen Sie Säcke und CO₂.“