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5 Gründe, warum Sie Ihre Decke nicht weiß streichen sollten: Tipps vom Designexperten Andy Greenall

Wenn Sie Decken bisher immer weiß gestrichen haben, um Räume heller und größer wirken zu lassen, sollten Sie das überdenken. Der renommierte Lack- und Farbexperte Andy Greenall, Designleiter bei Paint & Paper Library (öffnet in neuem Tab), rät zu mutigeren Ansätzen.

„Decken bilden oft die größte einheitliche Farbfläche in einem Raum, werden jedoch meist als letztes im Designplan berücksichtigt und routinemäßig weiß gestrichen“, erklärt Andy Greenall. „Eine Farbänderung an der Decke wirkt sich tiefgreifend auf das Raumgefühl aus und bietet die Chance, ein starkes Designstatement zu setzen.“

Andy zeigt unten fünf bewährte Wege, wie ein Umdenken bei Deckenfarben und -anstrichen Räume transformieren kann. Das Ergebnis: Mehr Gemütlichkeit oder der Eindruck von Größe – je nach Wunsch.

1. Weiße Decken machen Räume nicht immer größer

5 Gründe, warum Sie Ihre Decke nicht weiß streichen sollten: Tipps vom Designexperten Andy Greenall

Die überraschendste Erkenntnis: „Bei niedrigen Decken und kräftigen Wandfarben erzeugt Weiß keinen Raumzuwachs, sondern lenkt den Blick durch Kontrast zur Decke“, warnt Andy. „Vermeiden Sie kontrastierendes Weiß.“

Stattdessen: „Bringen Sie die Wandfarbe bis zur Decke, ergänzen Sie Sockel und Leisten in derselben Nuance. So entsteht ein fließender, einhüllender Effekt, der Höhe vortäuscht.“

2. Weiß verbirgt architektonische Details

5 Gründe, warum Sie Ihre Decke nicht weiß streichen sollten: Tipps vom Designexperten Andy Greenall

Balken, Verkleidungen, Gewölbe oder Stuck: Heben Sie diese mit Farbe hervor, statt sie weiß verschwinden zu lassen.

„Architektonische Elemente rahmen Räume ideal. In historischen Häusern sollten Bögen und Gesimse farblich betont werden“, rät Andy. „Bei neutralen Wänden eignet sich eine kräftige Deckenfarbe. Oder streichen Sie alles gleich, nur die Decke heller für mehr Höhe und Dynamik.“

3. Erzeugen Sie spannende Kontraste

5 Gründe, warum Sie Ihre Decke nicht weiß streichen sollten: Tipps vom Designexperten Andy Greenall

Für Wohn- oder Schlafzimmer: Kontrastfarben wirken Wunder.

„Stellen Sie kontrastierende Töne nebeneinander, heben Sie Details mit Streifen oder Blöcken hervor. So entsteht ein Farbbaldachin über dem Bett oder eine Zonierung im Wohnbereich.“

4. Lassen Sie die Deckenfarbe in die Wand übergehen

5 Gründe, warum Sie Ihre Decke nicht weiß streichen sollten: Tipps vom Designexperten Andy Greenall

Tipp für höher wirkende Decken: „Nutzen Sie eine Bilderleiste, um die Farbe bis dorthin zu verlängern. Ohne Leiste: Stoppen Sie die Deckenfarbe auf Bilderleistenhöhe, um Architektur vorzutäuschen.“

5. Wählen Sie den richtigen Glanzgrad

5 Gründe, warum Sie Ihre Decke nicht weiß streichen sollten: Tipps vom Designexperten Andy Greenall

Nicht nur Farbe zählt – Glanz beeinflusst Lichtspiel.

„Matt erzeugt samtige Weichheit ohne Reflexion, Hochglanz spiegelt Licht dramatisch und lackiert wirkend“, erklärt Andy.

Sind weiße Decken besser?

Weiß reflektiert Licht und wirkt bei weißen Wänden hellernd. Bei Kontrast zu farbigen Wänden betont es jedoch niedrige Decken. Eine deckungsgleiche Farbe schafft stattdessen Gemütlichkeit und Größeneindruck.