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Lehmfarbe streichen: Nachhaltig und schadfrei – Unsere Experten-Anleitung

Lehmfarbe ist eine hervorragende, nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Wandfarben. Aus unserer langjährigen Erfahrung mit natürlichen Baustoffen wissen wir: Sie schafft ein gesundes Raumklima ohne Schadstoffe. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte.

Streichen mit Lehmfarbe

Naturfarben wie Lehmfarbe sind im Trend – und das zurecht. Sie werden umweltfreundlich hergestellt, verzichten meist auf Konservierungsstoffe und Schadstoffe. Die Rohstoffe stammen ökologisch aus Deutschland.

Sie fördern ein angenehmes, gesundes Raumklima, ideal für Aufenthaltsräume wie das Schlafzimmer.

Lehmfarbe basiert auf Tonmehlen, feinem Sand und Pflanzenstärke. Minerale im Ton sorgen für Farbe und Deckkraft, Zellulose oder pflanzliches Eiweiß dienen als Bindemittel. So ist sie rein biologisch und unbedenklich für die Gesundheit.

Erhältlich als Pulver zum Selbst-Anrühren oder streichfertig, z. B. von Volvox (**kaufen bei PureNature**), EMOTON und Conluto. (Fertigfarben können Konservierungsstoffe enthalten – für maximale Reinheit empfehlen wir Pulver und Eigenherstellung.)

Vorteile und Nachteile von Lehmfarbe

Gegenüber synthetischen Wandfarben punktet Lehmfarbe mit klaren Vorteilen:

  1. Getrocknet hält sie nahezu unbegrenzt – ultimativer Nachhaltigkeitsbeweis.
  2. Sie reguliert Feuchtigkeit, indem sie sie aufnimmt und abgibt.
  3. Schadstofffrei, geruchbindend und allergikerfreundlich.
  4. Mineralisch und nicht brennbar.
  5. Konservierend, perfekt für Holz- und Fachwerkwände.

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Als Naturprodukt hat sie auch Einschränkungen:

  1. Ohne künstliche Bindemittel weniger robust – nicht ideal für stark belastete Flächen wie Flur oder Kinderzimmer.
  2. Empfindlich gegenüber Dauerfeuchtigkeit – meiden Sie Bereiche wie Waschbecken.
  3. Erfordert mehr Sorgfalt bei der Verarbeitung (siehe Tipps unten).

Lehmfarbe professionell verarbeiten

  1. Untergrund prüfen: Alte Kalkfarbe ggf. entfernen, bei saugfähigen oder glatten Flächen grundieren und vollständig trocknen lassen.
  2. Für fertige Farbe reichen 5 Liter für ca. 30 m². Beim Selbst-Anrühren mehr herstellen – exakte Mischung später zu wiederholen ist herausfordernd. Tipp: Genügend Portion ansetzen!
  3. Ganzen Raum in einem Zug streichen: Ecken mit Pinsel ausfüllen, dann Rollen in langen waagerechten oder senkrechten Zügen.
  4. Feucht wirkt sie dunkel und ungleichmäßig – ½ Tag trocknen lassen. Beim Nachstreichen immer die gesamte Wand bearbeiten.
  5. Mehrere Anstriche nötig (bis zu 5), da geringere Deckkraft durch natürliche Zusammensetzung.
  6. Als Naturmaterial entsteht oft eine einzigartige Struktur – ihr Charme liegt gerade in der Lebendigkeit bei variierendem Licht.

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