Bevor Sie Ihre neue Eisenpfanne zum Braten einsetzen, sollten Sie sie einbrennen. Als erfahrene Köche und Küchenexperten zeigen wir Ihnen die gängigsten Methoden, ihre Vor- und Nachteile sowie praktische Tipps für optimale Ergebnisse.
Neue Eisenpfannen besitzen keine Antihaft-Beschichtung. Beim ersten Braten haftet das Essen sonst am Boden. Das Einbrennen schafft eine natürliche Patina: Erhitzen Sie Öl bis zum Rauchpunkt, damit sich die Fettsäuren zersetzen und einen dünnen, schützenden Film bilden. Dieser Prozess ist bei allen Methoden gleich, die Umsetzung variiert jedoch. Für eine stabile Schicht empfehlen wir, die Pfanne bis zu sechs Mal einzubrennen.
Eine gelungene Patina erkennt man an der gleichmäßig schwarzen Innenseite. Regelmäßige Nutzung verbessert sie weiter.
Das richtige Öl für das Einbrennen Ihrer Eisenpfanne
Beim Kochen wählen Sie Öle mit hohem Rauchpunkt. Beim Einbrennen brauchen Sie jedoch eines mit niedrigem Rauchpunkt, damit es bei moderater Hitze raucht und polymerisiert. Ideal sind Leinöl (Rauchpunkt 107 °C) oder unraffiniertes Sonnenblumenöl – letzteres ist günstiger.
Korrosionsschutz vorab entfernen
Neue Pfannen sind mit einem Schutz aus Olivenöl oder Bienenwachs versehen, um Rost zu verhindern. Dieser behindert die Patina-Bildung. Weichen Sie die Pfanne 30–60 Minuten in warmem Wasser mit etwas Spülmittel ein, spülen Sie gründlich und trocknen Sie sie ab.
Methode 1: Einbrennen mit Kartoffelschalen und Salz
Diese traditionelle Variante ist schnell, erzeugt aber viel Rauch.
- Füllen Sie ca. 3 mm Öl in die Pfanne und erhitzen Sie es.
- Fügen Sie Kartoffelschalen und eine Handvoll Salz hinzu (je nach Pfannengröße).
- Braten Sie die Schalen schwarz.
- Lassen Sie abkühlen, reinigen Sie mit Wasser (kein Spülmittel) und trocknen Sie ab.
Vorteile: Schnell umsetzbar.
Nachteile:
- Starker Rauch und Geruch – lüften Sie gut, deaktivieren Sie ggf. den Rauchmelder.
- Mehrmaliges Wiederholen unangenehm und materialintensiv.
- Ungleichmäßige Patina möglich.
Methode 2: Auf dem Herd ohne Kartoffeln
Einfacher Fokus auf Ölpolymerisation:
- Erhitzen Sie die leere Pfanne auf dem Herd.
- Verteilen Sie dünn Öl mit einem hitzebeständigen Silikonpinsel innen und am Rand.
- Erhitzen Sie langsam 15–30 Minuten bis Schwarzfärbung und kein Öl mehr sichtbar.
- Kühlen lassen, 1–2 Mal wiederholen.
Vorteile: Schnell, minimaler Aufwand (Öl, Pinsel, Herd).
Nachteile: Rauch/Geruch, erfordert Übung bei Dosierung und Hitze.
Methode 3: Im Ofen einbrennen
Ideal für gleichmäßige Ergebnisse:
- Öl dünn einreiben, Überschuss mit Küchentuch abwischen (matt glänzend).
- Umgedreht auf Rost in den kalten Ofen, auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- 1 Stunde backen, Ofen ausschalten, 30–60 Min. auskühlen lassen.
- Mindestens 5 Mal wiederholen.
Vorteile: Sicher, gleichmäßig, keine Beaufsichtigung nötig.
Nachteile: Zeitaufwand, hoher Stromverbrauch.
Tipps für die Pflege Ihrer eingebrannten Eisenpfanne
Wichtige Regeln aus der Praxis:
- Vermeiden Sie Temperaturschocks: Erhitzen Sie Pfanne mit Herd gemeinsam, keine kalte Platte. Bei Induktion langsam hochfahren. Heiße Pfanne nicht unter kaltes Wasser.
- Keine zu kleine Platte – verhindert Verzug durch ungleichmäßige Hitze.
- Reinigung nur mit warmem Wasser, kein Spülmittel. Restfett stärkt die Patina; Säure meiden.
- Starten Sie mit etwas Öl, um Haftung zu verhindern und Patina aufzubauen.
Bei Beschädigungen: Stelle einreiben oder neu einbrennen.