Haselwurz mit ihren niedrig wachsenden Stängeln ist ein zuverlässiger Bodendecker für den Garten. Aus unserer langjährigen Praxis zeigen wir Ihnen, wie Sie diese wintergrüne Staude optimal anpflanzen und pflegen.
Haselwurz gehört zu den Osterluzeigewächsen und ist eine robuste, wintergrüne Staudenpflanze. Trotz ihres langsamen Wachstums eignet sie sich hervorragend als pflegeleichter Bodendecker. Bis ins 18. Jahrhundert wurde sie als natürliches Brechmittel genutzt – heute bereichert sie Gärten als dekorativer Schmuck.
Haselwurz erfolgreich anbauen
Fühlt sich Haselwurz in Ihrem Garten wohl, erfreuen Sie sich das ganze Jahr an der immergrünen Pflanze. Mit diesen bewährten Schritten gedeiht sie optimal:
- Haselwurz richtig einpflanzen: Setzen Sie Jungpflanzen idealerweise zwischen März und Mai. Löckern Sie den Boden vorab auf und entfernen Sie gründlich Unkraut. Pflanzen Sie die Setzlinge im 20-Zentimeter-Abstand und gießen Sie reichlich an.
- Der ideale Standort: Haselwurz bevorzugt schattige bis halbschattige Lagen unter Gehölzen, besonders Haselnusssträuchern. Auch unter Laubbäumen fühlt sie sich wohl.
- Der passende Boden: Nährstoffreiche, kalkhaltige Erde ist perfekt. Vermeiden Sie trockene, sandige Böden. Mischen Sie Humus ein, um schnelles Anwachsen zu fördern. Die Erde bleibt leicht feucht und gut durchlässig, um Staunässe zu verhindern.
- Harmonische Nachbarpflanzen: Kombinieren Sie Haselwurz mit Schneeglöckchen, Glockenblumen und Leberblümchen. Die dichten Blätterpolster unterdrücken Unkraut – sparen Sie sich den Unkrautvernichter.
Achtung: Haselwurz ist giftig. Tragen Sie bei der Arbeit dicke Handschuhe und pflanzen Sie sie fern von Kindern und Haustieren.
Die perfekte Pflege für Haselwurz
Als pflegeleichte Pflanze macht Haselwurz minimale Arbeit. Unsere Tipps sorgen für kräftiges Wachstum:
- Gießen: Halten Sie die Erde stets leicht feucht. Gießen Sie bei abgetrockneter Oberfläche – am besten mit Regenwasser.
- Düngen: Mulchen Sie mit Herbstlaub oder Rindenmulch, um Feuchtigkeit zu speichern. Ergänzen Sie bei Bedarf mit Kompost, aber hören Sie spätestens im September auf, damit die winterharte Staude sich vorbereiten kann.
- Schneiden: Aufgrund langsamen Wachstums meist unnötig. Entfernen Sie nur vertrocknete Triebe oder Blätter. Schneiden Sie nach der Blüte Samenstände ab, um ungewollte Vermehrung zu verhindern.
- Vermehren: Teilen Sie im Frühjahr den Wurzelstock mit einem Spaten und pflanzen Sie die Stücke neu aus.
- Krankheiten und Schädlinge: Sehr robust. Schützen Sie im Frühjahr vor Schnecken mit Zäunen oder Auffangen.