In diesem Beitrag erklären wir Ihnen als Gartenspezialisten, wie Sie Grünschnitt aus Ihrem Garten korrekt und umweltgerecht entsorgen. Zudem teilen wir bewährte Tipps, wie Sie ihn sinnvoll in Ihrem Garten weiterverwenden können.
Allgemeines über Grünschnitt
Gerade im Frühjahr und Herbst entsteht durch Zurückschneiden, Fällen und Reinigen viel Grünschnitt. Dazu zählen:
- Abgemähtes Gras
- Laub
- Zweige und Äste
- Unkraut
- Fallobst
Folgende Gartenabfälle gelten nicht als Grünschnitt und dürfen nicht so entsorgt werden:
- größere Mengen Erde, z. B. Erdaushub
- dicke Äste mit mehr als 15 Zentimeter Durchmesser
- über zwei Meter lange Baumstämme
- imprägniertes oder bemaltes Holz
- Essensreste
Grünschnitt korrekt entsorgen
Aus unserer Praxis kennen wir diese bewährten Möglichkeiten:
- Bio-Tonne: Kleine Mengen passen locker in Ihre Biotonne.
- Kompost: Grünschnitt bereichert Ihren Komposthaufen idealerweise.
- Wertstoffhof: Hier können Sie je nach Kommune 1 bis 3 Kubikmeter abgeben. Prüfen Sie die lokalen Regelungen auf den Webseiten der Höfe – teilweise gebührenpflichtig.
- Grünschnittcontainer: Für große Mengen, z. B. nach Baumschnitt, bestellen Sie einen Container (gebührenpflichtig).
Was bei der Entsorgung verboten ist
Vermeiden Sie diese illegalen Praktiken:
- Im Wald abladen
- Schadstoffe können Boden und Gewässer belasten.
- Nicht-heimische Pflanzen oder Schädlinge stören das Ökosystem.
- Bußgeld droht!
- Offen verbrennen
- Feuchtigkeit erzeugt Schadstoffe und Feinstaub.
- Tiere können zu Schaden kommen.
- In der Restmülltonne
- Keine fachgerechte Verwertung möglich, im Gegensatz zur Biotonne (z. B. zu Biogas und Kompost).
Grünschnitt sinnvoll nutzen statt entsorgen
Oft lohnt sich die Weiterverwendung im eigenen Garten:
- Herbstlichen Grünschnitt als winterfesten Schutz für Beete gegen Frost einsetzen.
- Bei Hochbeeten selber bauen Zweige, Laub oder Gras als Schicht unter der Erde verwenden.
- Haufen aus Grünschnitt schaffen Lebensräume für Tiere, z. B. Unterschlupf für Igel.