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Weihnachtsbaum selbst schlagen: Legal und nachhaltiger? Unsere Expertenfakten

Möchten Sie Ihren Weihnachtsbaum am liebsten selbst fällen? Als Forst- und Umweltexperten klären wir auf: Wo ist das legal möglich und ist eine selbstgefällte Tanne wirklich nachhaltiger?

In vielen deutschen Haushalten ist der Weihnachtsbaum am Heiligabend unverzichtbar. Viele Kunden sind mit Händlerangeboten unzufrieden oder priorisieren nachhaltigen Anbau. Der Gedanke, selbst zu schlagen, ist nachvollziehbar. Beachten Sie jedoch diese wichtigen Punkte:

  • Es ist strafbar, ohne Genehmigung einen Baum zu fällen – auch auf eigenem Grund. Für fremdes Privatgrund brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers und eine behördliche Genehmigung.
  • Illegale Baumrodung wird streng geahndet. Fällt der Baum auf öffentlichem Gelände wie einem Wald, drohen Geldstrafen bis zu 100.000 Euro.

Weihnachtsbaum legal selbst schlagen

Die einzige legale Möglichkeit bieten ausgewählte Weihnachtsbaumhändler. Dort können Sie unter fachlicher Anleitung selbst fällen oder das Personal beauftragen. Eine Online-Suche ergibt Händler in Ihrer Region.

Beim Selberfällen gewinnen Sie Einblick in den Anbau. Viele Händler nutzen jedoch Monokulturen mit Pflanzenschutzmitteln. Nachhaltiger sind Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft. Eine Liste von Robin Wood mit Bezugsquellen finden Sie hier. Besonders empfehlenswert: Bäume mit Naturland-Siegel, FSC-Siegel oder PEFC-Siegel aus Mischkulturen.

Alternativen zum Weihnachtsbaum: Brauchen Sie wirklich eine echte Tanne?

Weihnachtsbäume zaubern Feststimmung – ökologisch sind sie jedoch fragwürdig. Sie dienen nur einmalig wenige Wochen und landen danach auf dem Kompost oder in der Verbrennung.

Zur Weihnachtszeit werden oft ganze Flächen gerodet. Besser: Einen Weihnachtsbaum im Topf selbst ziehen, mieten oder auf nachhaltige Weihnachtsbaum-Alternativen setzen.