Schamotte wird vor allem als Schamottsteine angeboten und in Öfen eingebaut. Als Experten für feuerfeste Materialien erklären wir Ihnen, was Schamotte ist, wie es hergestellt wird und wo es eingesetzt wird.
Bei einem Kaminofen zu Hause sind Schamottsteine meist die zuverlässige Wahl. Sie sind feuerfest, langlebig und preiswert. Noch günstiger sind Vermiculit-Steine als Alternative. Neben der Ofenverkleidung bietet Schamotte vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die wir Ihnen detailliert vorstellen.
Was ist Schamotte?
Der Begriff Schamotte leitet sich vermutlich von "Scharm" ab, dem thüringischen Wort für Scherben – ein mögliches Ausgangsmaterial.
Schamotte besteht aus klein gemahlenem, gebranntem Ton mit 10 bis 45 Prozent Aluminiumoxid. Nach der Siebung in feine, mittlere und grobe Körnungen – von mehlähnlich fein bis sandartig – wird ungebrannter Ton beigegeben, um Formteile wie Schamottsteine zu produzieren. Bei komplexen Formen ist mehr Ton nötig. Zusatzstoffe können die Farbe anpassen. So wird Schamotte teilweise zu einem nachhaltigen Recyclingprodukt, etwa aus Ton-Scherben.
Einsatzmöglichkeiten von Schamotte
Schamotte überzeugt durch seine Feuerbeständigkeit und Vielseitigkeit:
- Als Innenverkleidung in Öfen und Kaminen. Bei Altöfen vor 1980: Oft Asbest in Fugen – professionell entsorgen und zur Deponie bringen!
- In Küchenöfen als Pizzasteine für perfekte Neapolitanische Pizza.
- Bei Feuerbestattungen: Nummerierte Schamottsteine zur sicheren Identifikation der Asche.
- In der Keramikproduktion: Verhindert Schrumpfung und Bruch beim Trocknen und Brennen.