Der Berlepsch gehört zu den beliebtesten traditionellen Apfelsorten und überzeugt mit frischem, aromatischem Geschmack sowie vielfältigen Vorteilen. Als erfahrene Gärtner wissen wir: Diese alte Sorte ist eine echte Alternative zu modernen Züchtungen.
Alte Apfelsorten wie der Berlepsch werden seit Jahrhunderten in Deutschland kultiviert. Benannt nach einem Düsseldorfer Regierungspräsidenten, existiert er seit 1880. Im konventionellen Handel ist er rar, da robustere, transportfähigere Neuzüchtungen ihn verdrängt haben. Leider opfern diese oft Geschmack, Nährstoffe und Biodiversität.
Der Berlepsch muss sich jedoch nicht verstecken – er bietet klare Vorteile gegenüber optimierten Sorten.
Der Berlepsch: Ein lagerfähiger Winterapfel
Als klassischer Winterapfel wird der Berlepsch im Herbst geerntet und reift nach 1–2 Monaten Lagerung. Ernten Sie ihn bis Mitte Oktober und genießen Sie ihn von Januar bis Ende März. Selbst nach Monaten bleibt er saftig, frisch und aromatisch – ein Beweis für seine natürliche Haltbarkeit.
Tipp: Lagern Sie Berlepsch-Äpfel dunkel und kühl auf Holzregalen oder in Obstkisten, lagenweise mit Wellpappe dazwischen. Vermeiden Sie Berührungen.
Berlepsch-Anbau: Der richtige Standort ist entscheidend
Berlepsch-Bäume eignen sich hervorragend für den Bio-Anbau. Ihre Robustheit gegen Schädlinge und Krankheiten macht Pestizide überflüssig – umweltfreundlich und schalensicher essbar.
Für optimale Widerstandsfähigkeit wählen Sie den perfekten Standort:
- Warme, geschützte Lagen ohne Spätfröste.
- Sonnig bis halbschattig.
- Durchlässiger, tiefgründiger, nährstoffreicher, gleichmäßig feuchter Boden.
- Ausreichend Wasser.
- Formen: Spalier, Halbstamm oder Hochstamm.
An ungeeigneten Plätzen drohen Obstbaumkrebs oder Blattläuse.
Warum der Berlepsch besonders gesund ist
Neben Aroma, Lagerfähigkeit und Bio-Tauglichkeit punkten alte Sorten wie der Berlepsch mit Nährstoffen. Sie enthalten mehr Polyphenole als moderne Züchtungen – sekundäre Pflanzenstoffe in der Schale.
Studien zeigen: Höhere Polyphenol-Mengen verbessern die Verträglichkeit für Apfelallergiker und bieten antioxidative sowie blutdrucksenkende Effekte.
Zudem ist der Berlepsch vitamin-C-reich und verliert laut Quarks während der Lagerung kaum davon – ideal für Ihr Immunsystem.
Verwendung des Berlepsch: Vielseitig und lecker
Mit knackigem Fleisch und langanhaltender Frische eignet er sich primär als Tafelapfel: roh als Snack oder in Müsli. So nutzen Sie den vollen Vitamin-C-Gehalt.
Auch zum Backen von Apfelkuchen, Einkochen oder als Apfelsaft – so bleibt der gesunde Klassiker lange haltbar.