Mähroboter erleichtern die Rasenpflege, bergen aber erhebliche Risiken für Igel und andere Kleintiere in Ihrem Garten. Als Gartensachverständige mit jahrelanger Erfahrung zeigen wir, warum sie gefährlich sind und wie Sie Unfälle vermeiden.
Warum Mähroboter für Igel gefährlich sind
Mähroboter halten den Rasen makellos, übersieht man jedoch die Gefahren für Wildtiere wie Igel im Garten. Sie arbeiten lautlos und oft nachts – genau dann, wenn nachtaktive Tiere aktiv sind.
Igel reagieren auf Bedrohung nicht mit Flucht, sondern rollen sich ein. Die scharfen Klingen der Roboter verursachen dabei schwere, oft tödliche Verletzungen. Betroffen sind auch Spinnen, Kröten, Insekten und Blindschleichen, die Gärten als Refugium nutzen. Zudem fehlt auf kurzgemähtem Rasen Nahrung für Insekten, da Blüten und Kräuter fehlen.
Schutz vor Mährobotern: Praktische Maßnahmen
Schützen Sie Igel und Kleintiere mit diesen bewährten Tipps:
- Nur tagsüber einsetzen: Deaktivieren Sie den Nachtbetrieb, um nachtaktive Tiere zu schonen.
- Immer beaufsichtigen: Überwachen Sie den Roboter, um Igel, Haustiere oder Kinder vor Verletzungen zu bewahren.
- Nicht zu kurz mähen: Längere Intervalle wahren lassen, damit Blüten und Kräuter für Insekten wachsen.
- Apfelschürze montieren: Befestigen Sie ein Lochblech mit doppelseitigem Klebeband vorne – schützt vor Fallobst und hält Kleintiere fern.
Modelle mit Ultraschallsensoren erkennen Objekte und weichen aus, ersetzen jedoch keine menschliche Aufsicht. Vollkommen sichere Roboter gibt es derzeit nicht.
Umweltfreundlicher Garten ohne Mähroboter
Verzichten Sie langfristig auf Roboter und gestalten Sie so Ihren Garten artenschonend:
- Wählen Sie bienenfreundliche Pflanzen.
- Bauen Sie ein Igelhaus.
- Errichten Sie ein Insektenhotel.
- Nutzen Sie nur natürlichen Pflanzenschutz und organischen Dünger – keine Pestizide.
- Pflanzen Sie Wildblumen für Bienen und Schmetterlinge.
- Lassen Sie Laubhaufen als Igel-Winterquartiere.
- Legen Sie einen Teich an, der Insekten anlockt und die Nahrungskette unterstützt.