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Pfannen in der Spülmaschine: Warum das Ihre Pfanne schädigt – richtige Reinigungstipps

Als erfahrener Küchenexperte rate ich dringend davon ab, Pfannen in der Spülmaschine zu reinigen – unabhängig davon, ob sie beschichtet sind oder nicht. Hier erfahren Sie, warum das problematisch ist, und wie Sie Ihre Pfannen schonend und effektiv pflegen.

Pfannen haben in der Spülmaschine nichts zu suchen

Die Reinigung von Pfannen in der Spülmaschine mag bequem sein, ist aber keine gute Idee. Besonders bei Teflon-beschichteten Modellen raten wir von diesem Vorgehen ab:

  • Die aggressiven Spülmittel greifen die Beschichtung an, lösen sie schrittweise auf und verkürzen die Lebensdauer erheblich. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt daher, beschichtete Pfannen ausschließlich von Hand zu waschen.
  • Die Umweltauswirkungen von Teflon sind noch nicht vollständig erforscht. Bekannt ist, dass der Kunststoff in der Natur Jahrzehnte braucht, um abzubauen. Dabei entsteht Trifluoressigsäure, die potenziell schädlich sein kann.
  • Achtung: Erhitzen Sie Teflonpfannen nie über 202 °C, da dann Dämpfe freigesetzt werden, die Vögel wie Wellensittiche töten können. Ab 360 °C werden die Dämpfe giftig für Menschen und verursachen Polymerfieber mit grippeähnlichen Symptomen.

Auch unbeschichtete Pfannen vertragen die Spülmaschine nicht gut

Einige Hersteller bewerben ihre Produkte als spülmaschinenfest – technisch möglich, aber nicht empfehlenswert. Ob Aluminium, Gusseisen oder Edelstahl, mit oder ohne Beschichtung: Handwäsche schont das Material am besten.

Neue Pfannen müssen eingebrannt werden: Erhitzen Sie sie mit etwas Fett, um einen schützenden Ölf film aufzubauen. Besonders Gusseisenpfannen entfalten mit einer Patina ihr volles Potenzial. Spülmaschinenprogramme zerstören diese Schicht und mindern die Brateleistung.

Keramikbeschichtete Pfannen brauchen kein Einbrennen und werden oft als spülmaschinenfest vermarktet. Dennoch belastet die Maschine die Materialien unnötig und verkürzt die Haltbarkeit.

Die schonendste Reinigungsmethode für Pfannen

Entfernen Sie Verschmutzungen sanft mit warmem Wasser und einem weichen Tuch. Bei Bedarf reicht ein Tropfen Spülmittel. Für hartnäckige Rückstände eignet sich ein kratzfester Schwamm, wie ein Luffaschwamm – plastikfrei und materialschonend.

Bei starkem Anhaften lassen Sie die Pfanne einweichen, ggf. mit Natron im Wasser.

Falls Ihre Pfanne spülmaschinenfest ist und eine Ausnahme nötig, wählen Sie das Schonprogramm. Reiben Sie sie danach mit etwas Öl ein: Das pflegt, verbessert die Antihaftwirkung und verlängert die Lebensdauer.

Dieser Beitrag stammt von Andreas Kalus, Küchen- und Haushaltsexperte.