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Die wichtigsten Minzsorten im Überblick: Pfefferminze, Apfelminze und mehr

Als erfahrener Kräutergärtner kenne ich die Vielfalt der Minzsorten aus langjähriger Praxis. Es gibt rund 30 Arten plus unzählige Hybride der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die sich in Aroma, Wuchs und Verwendung unterscheiden. Sonne, feuchte, nährstoffreiche Erde – das sind die Idealbedingungen für gesundes Wachstum.

Blütezeit: Juli bis Oktober mit hellvioletten, rosafarbenen oder weißen Blüten. Frische Blätter ernten Sie ab Mai. Die ätherischen Öle fördern die Verdauung und beruhigen den Darm. Ein Pfefferminztee wirkt gesundheitsfördernd. Trocknen oder Einfrieren macht die Pfefferminzblätter haltbar.

Minze ist robust, winterhart und pflegeleicht – bis 90 cm hoch, braucht nur Sonne, Wasser und guten Boden. Die meisten Sorten überwintern draußen problemlos.

Klassische Minzsorten

  • Pfefferminze (Mentha x piperita): Asiatische Kreuzung aus Wasserminze und Grüner Minze. Winterhart, bis 1 m hoch im Sommer.
  • Grüne Minze (Mentha spicata): Pfefferminz-Ähnliche, ganzjährig winterhart. Verleiht Zahnpasta, Kaugummi und Süßigkeiten ihren typischen Geschmack.
  • Wasserminze oder Bachminze (Mentha aquatica): Milde Variante, liebt schlammige, saure Uferböden. Bis 80 cm hoch.
  • Poleiminze (Mentha pulegium): Auch Flohkraut oder Hirschminze genannt. Kompakt (30 cm), verträgt Überschwemmungen an feuchten Ufern.

Minzsorten für den Tee

Aufgebrühter Minztee beruhigt und hat kulturelle Tradition in vielen Ländern.

  • Marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa Marokko): Nordafrikanische Spezialität, bei uns anbaubar. Bis 90 cm hoch – ideal für Marokkanische Minze selber anbauen.
  • Englische Minze (Mentha × piperita Mitcham): Pfeffrig-scharf, für Tee, Süßspeisen und Suppen. Ca. 80 cm.
  • Apfelminze (Mentha suaveolens): Milde, magenschonende Sorte mit runden Blättern. Erträgt Trockenphasen.

Wilde Minzsorten

Ackerminze (Mentha arvensis)

  • Weltweit verbreitet in feuchten Gebieten, Tiefwurzler bis 40 cm.

Rossminze (Mentha longifolia)

  • In Europa und Afrika, Mittelgebirge, Alpen – braucht nassen, stickstoffreichen Boden.

Bergminze (Clinopodium menthifolium)

  • Auch Steinquendel, Süd- und Nordafrika. 30–50 cm, bis 20 Jahre alt.

Korsische Minze (Mentha requienii)

  • Bodendecker (3–12 cm) mit intensivem Geruch auf Korsika & Co.

Besondere Minzarten

Fruchtige Hybride mit mildem Menthol: Perfekt für Bowle, Salate, Desserts.

  • Mojito-Minze
  • Zitronenminze
  • Ananasminze
  • Orangenminze
  • Schokominze
  • Basilikumminze
  • Erdbeerminze
  • Bananenminze

Schädlinge der Minze

Minze ist widerstandsfähig, aber Minzrost, Blattflecken oder Minzblattkäfer können auftreten.

  • Minzrost: Pilz bei Dauerstandort. Helle Flecken – befallene Triebe abschneiden, Mutterpflanze bleibt gesund.
  • Minzblattkäfer: Blau-grüner Käfer frisst Löcher, Larven Blattgrün. Eier von Blattunterseite entfernen.
  • Blattfleckenkrankheit: Feuchtigkeit fördert Pilz. Mäßige Gießen, gute Abstände.