Als Experten für nachhaltige Materialien wissen wir: Bone China ist nicht immer vegan. Erfahren Sie die Eigenschaften dieses Materials und lernen Sie, tierisches Porzellan sicher zu identifizieren.
Bone China zählt zu den edelsten und teuersten Porzellansorten. Dank seiner einzigartigen Zusammensetzung ist es extrem dünn, lichtdurchlässig und dennoch hochstabil – ideal für Kunstobjekte und Lampenschirme.
Wie klassisches Porzellan basiert es auf Kaolin, Feldspat und Quarzsand. Etwa die Hälfte besteht jedoch aus Knochenasche, die aus Rinderknochen gewonnen wird. Dieser Zusatz sorgt für die strahlend weiße Farbe und beeindruckende Transparenz.
So umgehen Sie Bone China
Die Herkunft der Rinderknochen bleibt meist unbekannt, sodass Sie nichts über die Tierhaltung wissen. Für eine reine vegane Lebensweise ist Bone China daher tabu, da es unvermeidlich Tierbestandteile enthält. Zudem belastet der Rinderanteil die Ökobilanz stärker als normales Porzellan: Die Haltung und Schlachtung erzeugen hohe Treibhausgasemissionen, die die Klimakrise befeuern.
Wir raten dringend, Bone China zu meiden und auf Keramik auszuweichen. In Deutschland sind Produkte daraus selten. Achten Sie auf der Unterseite von Tassen oder Tellern auf den Hinweis „Bone China“ – eine Kennzeichnungspflicht besteht jedoch nicht.
Weiterer Indikator: die Lichtdurchlässigkeit. Halten Sie das Objekt gegen das Licht: Sind Ihre Finger sichtbar, könnte es Bone China sein. Nicht alle dünnen Porzellane sind jedoch bone china. Am zuverlässigsten prüfen Sie die Hersteller-Website oder kontaktieren den Produzenten direkt.
Bone China: Am besten weiterverwenden
Besitzen Sie bereits Bone-China-Objekte oder Erbstücke? Nutzen Sie sie so lange wie möglich. Der Wegwerf wäre noch schädlicher fürs Klima. Alternativ verkaufen Sie intaktes Geschirr auf Flohmärkten, in Second-Hand-Läden oder spenden Sie es an Bedürftige.
Zerbrochenes Bone China gehört in den Restmüll. Bei größeren Mengen nutzen Sie einen Wertstoffhof. Oder upcyclen Sie die Scherben kreativ – mehr Tipps hier: Porzellan entsorgen: Wo es hingehört und alternative Ideen.