Die Slowflower-Bewegung setzt auf nachhaltige, regionale und saisonale Schnittblumen – ein klares Bekenntnis gegen importierte Massenware. Erfahren Sie, warum das so entscheidend ist.
Auf den Prinzipien Saisonalität, Regionalität und Nachhaltigkeit basiert die Slowflower-Bewegung. Sie plädiert für Blumen aus der Region, die aus Bio-Saatgut gezogen und ohne Pestizide angebaut werden. So positioniert sie sich gegen das milliardenschwere Geschäft mit importierten Schnittblumen.
Die Bewegung entstand in den USA und wurde 2018 in Deutschland gegründet. Mitglieder sind Florist:innen, Blumenfarmer:innen und Blumengärtner:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Slowflower schafft Aufmerksamkeit für die Schattenseiten des konventionellen Blumenanbaus und präsentiert die "langsame" Blumenwirtschaft als umweltfreundliche Alternative. So gewinnen Schnittblumen wieder an Wertschätzung. Für die Mitglieder ist es zudem eine wertvolle Community zum Austausch und gegenseitiger Unterstützung – besonders wichtig, da viele kleine Betriebe keine Agrarsubventionen erhalten.
Was zeichnet die Slowflower-Bewegung aus?
Da keine Herkunftskennzeichnungspflicht für Blumen besteht, sorgen Slowflower-Mitglieder selbst für Transparenz und Vertrauen. Ihre Standards umfassen:
- Verwendung von Bio-Saatgut wo möglich und vollständiger Verzicht auf Gentechnik.
- Kein Einsatz von Pestiziden oder synthetischen Düngern – nur organische Materialien.
- Minimierung von Abfall: Keine Steckmasse, wenig Einwegplastik und zirkuläres Wirtschaften.
Slowflower-Farmer:innen pflegen kleine Felder im Einklang mit der Natur. Das bedeutet: Keine ganzjährigen Rosen als Slowflowers. Dafür schützen Saisonalität, Regionalität und Nachhaltigkeit Umwelt und Tierwelt. Der Verzicht auf Chemikalien erhält den Boden, schafft Lebensräume für Insekten und Vögel und fördert die Artenvielfalt.
Warum Slowflower-Blumen die bessere Wahl sind
Die Slowflower-Bewegung verleiht Schnittblumen und ihren Produzent:innen verdiente Anerkennung. Die Missstände im konventionellen Anbau machen klar, warum das dringend nötig ist – er ist weder nachhaltig noch fair:
- Importierte Massenware: Viele Blumen in Deutschland kommen aus den Niederlanden (energieintensive Gewächshäuser) oder Kenia. Lange Transportwege belasten das Klima massiv.
- Pestizide und Gifte: Für schnelles Wachstum und Transport schützen Chemikalien, die Umwelt, Arbeiter:innen und Florist:innen gefährden.
- Hoher Wasserfußabdruck: Jede Blume aus Ostafrika benötigt 7 bis 13 Liter Wasser.
- Ausbeutung: In Billiglohnländern arbeiten Menschen unter prekären Bedingungen mit Giftstoffen für Hungerlöhne.
Der globale Blumenmarkt ist riesig, milliardenschwer und intransparent. Slowflower ist noch jung, aber Sie können helfen: Erkunden Sie, wo Sie in Ihrer Nähe Slowflowers kaufen können.