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Die geräumige Veranda dient als nahtloser Übergang zwischen Garten und Haus. Bodentiefe Fenster lassen natürliches Licht ins Wohnzimmer strömen. Foto: Jon Jensen |
Laura Takashima hat ein außergewöhnliches Gespür für besondere Orte. 1995 entdeckte sie bei einem Spaziergang einen wunderschönen, drei Hektar großen Garten am Hang des Mount Sylvania. Sie träumte davon, dort mit ihrem Mann Gregg zu leben. Ihr Traum wurde acht Jahre später Wirklichkeit: Nach dem Tod der Eigentümer hing ein Verkaufsschild – sie machten um 21:30 Uhr ein Angebot und sicherten sich das Anwesen.
Selbst nach der Recherche zur Gartenhistorie ließen sich die Takashimas nicht abschrecken. Die Schöpferin Molly Grothaus und ihr Mann Louis erwarben das Grundstück 1950. Ihr Haus aus einem Sears-Roebuck-Bausatz steht zentral. Ab 1952 widmete sich Molly 40 Jahre lang der Gartengestaltung und Pflanzensammlung.
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Bewohner alpiner Regionen säumen die Steintreppe, erbaut von Louis Grothaus. Im Frühling blühen Hartriegel und Azaleen prächtig. Foto: Jon Jensen |
Als Pionierin der modernen Gärtnerei war Molly Vorbild für passionierte Pflanzenliebhaber. Ihre Notizen zu Kombinationen, Steingarten-Tipps und der "richtigen Pflanze am richtigen Ort" inspirieren bis heute. Sie tauschte Samen weltweit, engagierte sich lokal und gründete 1978 den Berry Botanic Garden in Portland.
Bei ihrem Einzug planten die Takashimas den Hausumbau mit Fokus auf Haus-Garten-Harmonie – in Zusammenarbeit mit Julia Wood und Simon Tomkinson von Litmus Design. Das Ergebnis: Ein Haus, das sich einfügt und den Garten rahmt. Jeder Monat brachte neue Entdeckungen.
Priorität hatten Unkrautbekämpfung, Entfernung kranker Bäume und Erhalt des Pfadnetzes. Plattformen schützten empfindliche Beete vor Verdichtung. Gemeinsam mit Landschaftsarchitekt Andrew Rice schufen sie Outdoor-Bereiche: Holzspaliere und Steinwände sorgen für Kontinuität.
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Rhododendren rahmen einen bewaldeten Sitzplatz. Moos verleiht Langlebigkeit und Ruhe. Foto: Jon Jensen |
Auf der Vorderveranda mit Mount-Hood-Blick genießen sie den Steingarten und die Treppe von Louis. Gute Drainage ermöglicht alpine Vielfalt – viele Generationen blühen noch.
45 Vogelarten, Hirsche und Kojoten teilen den chemiefreien Garten. Die Takashimas pflegen Mollys Erbe nachhaltig.
Ein herrlicher Baldachin
Bäume aus den 1950er Jahren bilden das Gerüst. Die Wahl und Platzierung ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit.
![]() | Cornus kousa var. chinensis Der chinesische Hartriegel begeistert ganzjährig: Cremeweiße Blüten im Juni, scharlachrote Früchte, purpurroter Herbst, schillernde Rinde. |
Hamamelis x intermedia ‘Jelena’ Winterblüher mit gelb-rotbraunen Blüten und Duft im Januar/Februar. Herbstfarbe passend. | ![]() |
![]() | Stewartia pseudocamellia Japanische Stewartia blüht Juni/Juli weiß mit gelben Staubblättern. Feuerroter Herbst, gesprenkelte Rinde. |
Styrax japonicus Japanische Schneeglocke mit hängenden Blüten im Mai. Hellgrünes Laub, gelber Herbst. | ![]() |






