Die Dämmung des Rollladenkastens reduziert nicht nur den Energieverbrauch, sondern schont auch Ihr Budget nachhaltig. Als erfahrene Heimwerker und Energieberater zeigen wir Ihnen, wie Sie das professionell umsetzen.
Aufgrund ihrer dünnen Materialien und der Einlassung in die Fassade sind Rollladenkästen oft anfällig für Luftdurchlässigkeit. Diese leichten Konstruktionen mit baulichen Spalten lassen Zugluft zu, was im Winter die Heizkosten in die Höhe treibt.
Thermovorhänge helfen zwar gegen Zugluft, ersetzen aber keine fachgerechte Abdichtung. Mit handwerklichem Geschick, geringen Materialkosten und bewährten Tipps dämmen Sie Ihren Rollladenkasten selbst zuverlässig.
Benötigte Materialien und Werkzeuge für die Dämmung
Das Kernstück ist das passende Dämmmaterial. Wählen Sie es je nach verfügbarem Raum im Kasten: Im Baumarkt empfehlen wir Styropor-Dämmplatten oder flexible Matten, die weniger Stoßkanten erzeugen und leichter verfugt werden können.
Für optimale Ergebnisse eignen sich hochwertige Alternativen wie Polyurethan oder Phenolharz mit geringerer Wärmeleitfähigkeit. Viele Märkte bieten praktische Sets mit selbstklebenden Platten an.
Zusätzlich benötigen Sie Klebstoffe: Bauschaum zum Fixieren, Silikonspritze für Fugen an den Anschlüssen. Prüfen Sie den Kasten vorab auf Schäden – reparieren Sie Risse mit Silikon oder Spachtelmasse.
Werkzeuge umfassen Zollstock, Schraubendreher und Cuttermesser. Rechnen Sie mit ca. 50 Euro pro Rollladenkasten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Rollladenkasten dämmen
Gehen Sie systematisch vor, um Material zu schonen und Fehler zu vermeiden:
- Öffnen Sie den verschraubten Revisionsdeckel des Rollladenkastens.
- Ziehen Sie den Rollladen vollständig hoch.
- Messen Sie Kasten und Seitenwände genau aus. Bei Verzogenheit fertigen Sie Papierschablonen an.
- Reinigen Sie den Innenraum gründlich von Staub und Farbresten für optimalen Kleberhalt.
- Beheben Sie Defekte mit Spachtelmasse oder Silikon und verfugen Sie Kanten. Dichtungsband ist eine Alternative.
- Schneiden Sie die Dämmung mit Schablonen passgenau zu.
- Bringen Sie die Platten mit PU-Schaum an – vermeiden Sie Hohlräume, da sich dort Kondenswasser bildet.
- Dämmen Sie Gurtwicklerdeckel mit Silikon oder Band ab. Für die Gurtführung nutzen Sie Bürstendichtungen wie an Türen.
Nach der Dämmung: Richtig heizen für maximale Einsparung
Mit diesen Schritten minimieren Sie Zugluft und sparen pro Quadratmeter rund 15 Euro, wie die Verbraucherzentrale bestätigt. Ergänzen Sie dies durch richtiges Heizen, um den Energieverbrauch weiter zu senken.