Kleine Kratzer durch Einkaufswagen, Sträucher am Straßenrand oder Alltagsunfälle sind bei Autos unvermeidbar. Eine Werkstattbesuch lohnt sich oft nicht – Trocknungszeiten können Tage dauern und Kosten verursachen.
Mit unserer Anleitung lernen Sie als erfahrener Autopfleger, wie Sie Lackkratzer selbst ausbessern. So bleibt Ihr Auto mobil, und Sie sparen bares Geld.

Der Prozess wirkt kompliziert, ist aber machbar – bei genauer Befolgung unserer Tipps gelingt es jedem.
Kleine Autokratzer ausbessern
Benötigte Materialien:
- Lackstift oder Farbe (Lackstift für minimale Kratzer; Sprühfarbe oder Dose für größere Flächen).
- Applikator (oft im Set enthalten).
- Wachsentferner-Tücher (falls das Auto nach dem Kratzer gewachst wurde).
- Milde Poliermittel (Schneidpaste).
Siehe auch: Wie man Nagellöcher in der Wand mit Zahnpasta repariert
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Passen Sie die Farbe exakt an die Originalfarbe und das Finish Ihres Autos an. Notieren Sie den Herstellercode vor dem Einkauf. Tipp: Recherchieren Sie online nach passenden Farbtönen.
- Bei winzigen Kratzern reicht eine annähernde Übereinstimmung; bei größeren muss sie präzise passen.
- Testen Sie die Farbe an einer unauffälligen Stelle und prüfen Sie sie unter verschiedenen Lichtwinkeln.
- Reinigen Sie den Bereich gründlich und lassen Sie ihn komplett trocknen.
- Entfernen Sie Wachsreste mit speziellen Tüchern, falls vorhanden.
- Tunken Sie den Applikator in die Farbe und wischen Sie Überschuss am Behälter ab – so vermeiden Sie Tropfen.
- Tupfen Sie minimal Farbe auf: Weniger ist mehr. Bauen Sie mehrere dünne Schichten auf statt einer dicken.
- Bei Überständen (häufig bei großen Kratzern): Trocknen lassen, dann vorsichtig mit einer Rasierklinge abkratzen.
- Schleifen Sie mit milder Poliermittel nach, um nahtlos zu verblenden.
Der Kratzer wird nahezu unsichtbar – nur bei genauem Hinsehen erkennbar.
Trocknungszeit
Die Farbe härtet 24–48 Stunden aus. Schützen Sie das Auto vor Feuchtigkeit: Garagieren, Abdecken oder Unterstand nutzen.