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Coronavirus-Absagen lähmen San Franciscos Blumenmarkt – Anbieter vergleichen Lage mit Großer Rezession

Coronavirus-Absagen lähmen San Franciscos Blumenmarkt – Anbieter vergleichen Lage mit Großer RezessionAuf dem sonst lebhaften Blumen-Großmarkt in San Francisco ist das Geschäft dramatisch eingebrochen. Seit lokalen Behörden am 6. März große Veranstaltungen verboten haben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, vergleichen Händler die Situation mit der Großen Rezession.
Am Freitagmorgen bot Jose Guadalupe Dutzende schnell verwelkender Fliederbüschel für 20 Dollar pro Bündel an – eine Sonderbestellung für eine von fünf kurzfristig abgesagten Veranstaltungen. Am Mittwoch, dem normalerweise geschäftigsten Tag, machte er nur 450 Dollar Umsatz statt der üblichen mindestens 8.000 Dollar.

„Wenn das so weitergeht, weiß ich nicht, was passiert – da ist die Hypothek, die Miete hier, meine Angestellten“, sagte Guadalupe am Freitag. Er habe die Nacht zuvor nicht schlafen können, weil er über die Zukunft nachgedacht habe. „Und das Geld geht so schnell.“
Dieser plötzliche Nachfragerückgang wiederholt sich in unzähligen Branchen weltweit. Ökonomen warnen, dass er die USA und die Welt bereits in eine Rezession stürzen könnte. Frankreich und Spanien verkündeten am Wochenende strenge Lockdowns, die ihre Wirtschaften wie in Italien nahezu zum Stillstand bringen.

Einige US-Städte schließen Restaurants und Bars, große Konzerne wie Apple und Urban Outfitters haben ihre Läden dichtgemacht.

Besonders betroffen sind die Blumenlieferanten.

Darrell Torchio, der zweitgrößte Anbieter auf dem Markt, berichtet von Stornierungen, die in einer Woche auf bis zu 75 % seines Auftragsbuchs anstiegen. Bei anhaltender Krise, vor allem in der Hochzeitssaison im Frühling, müsse er die Arbeitszeiten seiner 18 Mitarbeiter kürzen oder einen Tag pro Woche schließen.