Räume zum Leben, Treffen, Arbeiten und Entspannen – wir definieren sie durch Stimmung und Funktion. Hinter gelungenen Designs stecken sorgfältige Überlegungen in Details, Elementen und Philosophien. Lernen Sie Saheba Singh kennen, die renommierte Innenarchitektin aus Delhi und Gründerin von „This is it Designs". Seit 2004 hat sie sich weltweit einen Namen gemacht. Von Luxushotels bis Boutiquen: Ihre Expertise umfasst Gastronomie, Wohnprojekte und mehr, darunter ihr erstes Fünf-Sterne-Hotel in Indore, The Park. Im Gespräch teilt die Expertin Einblicke in ihren Prozess, den indischen Markt und die Fusion indischer Tradition mit internationaler Ästhetik.
Ihr Weg zur erfolgreichen Innenarchitektin?
Nach meinem Abschluss an der Apeejay School of Design sammelte ich bei einem Innenausbauunternehmen erste Praxiserfahrungen. Dieser Job vermittelte mir die Designgrundlagen und schärfte meinen Ästhetik-Sinn. Seit Kindertagen fasziniert mich hochwertiges Raumdesign. 2004 gründete ich „This is it Designs". In 14 Jahren erweiterte ich mich auf Gastronomie, Wohnen, Büros, Luxusboutiquen und Retail. Wichtig: Ich trenne kreative Leidenschaft von Geschäft – meine Kunst bleibt unabhängig vom Kommerz.
Prestigeträchtige internationale Projekte?
Mein Debüt war Farzi Café in Dubai: Ein modernes indisches Bistro mit lokaler Sensibilität für die Metropole, geschätzt von Gästen wie Seiner Hoheit Salman. 2019 folgten in Tokios Nob Hill „The Spice Lab“ (indisch-japanisch fusion) und „The Grey Room“ (Bar in Grautönen mit traditioneller japanischer Putztechnik für opulente Eleganz). Aktuell: Drei New Yorker Konzepte – Laut (Michelin-Stern, peranakan-inspiriert), Wau (singapurisches Bistro) und Singapura (Speakeasy-Bar).
Unterscheidet sich Restaurantdesign in Delhi von anderen Städten?
Ja, es variiert stadt- und viertelspezifisch. Designs für Connaught Place oder GK unterscheiden sich von Lutyens Delhi. Jeder Raum erhält durch Ästhetik und Kreativität eine einzigartige Identität.
Wichtigste Faktoren beim Restaurantdesign?
Primär die Ziel-Demografie: Lifestyle, Trends, Küchenpräferenzen und Unterhaltung. So entsteht Resonanz. Lage ist entscheidend: Der Raum muss zugänglich, einladend und wiederholbar attraktiv sein.
Exzentrisch-klassische Delhi-Projekte: Ihr Designansatz?
Meine Ästhetik liebt Vintage, Nostalgie, erdige Töne – Taupe, Schwarz, Grau, Weiß. Von grungy Bars bis Fine Dining: Designs passen zum Konzept und Publikum, immer mit meiner Handschrift. Bei Unvereinbarkeit lehne ich ab, um Authentizität zu wahren.
Lieblingsanekdote aus einem Projekt?
Bei Pizzeria Rossa in Hauz Khas schrieb ich Kreidespecials ans Board – es wurde Tradition. Selbst nach Fertigstellung half ich noch aus!
Plateau für rustikale Designs wie Tamasha?
Nein, sie evolieren. Orte wie Tamasha expandieren in Tier-2/3-Städte, Materialien bleiben, Anwendungen wandeln sich. Design stagniert nie.
Eigener Stilblockade entkommen?
Noch nicht – 12+ laufende Projekte in Indien und abroad bieten Vielfalt in Ansätzen, Zielgruppen und Briefings.