DeuAq.com >> Leben >  >> Haus & Garten

Pflanzen beim Umzug mitnehmen: Experten-Tipps von Gartenspezialistin Adrienne Wild

Sie ziehen um, können sich aber nicht von Ihren Lieblingspflanzen trennen? Folgen Sie den bewährten Ratschlägen von Gartenspezialistin Adrienne Wild für einen reibungslosen Garten-Umzug.

Pflanzen beim Umzug mitnehmen: Experten-Tipps von Gartenspezialistin Adrienne Wild

Bestandsaufnahme erstellen

Erstellen Sie Fotos von allem, was Sie mitnehmen möchten – inklusive Einrichtungsgegenstände wie Bänke, Ornamente, Töpfe, Gewächshaus oder Schuppen. So vermeiden Sie Missverständnisse.

Hinweis: Ohne genaue Angaben vor Vertragsunterzeichnung gilt das Gesetz: Der Garten bleibt, wie die Käufer ihn bei ihrem Angebot gesehen haben. Spätere Entfernungen können rechtliche Konsequenzen haben.

Der gefürchtete Japanische Staudenknöterich

Ist Ihr Garten von Japanischem Staudenknöterich befallen, lassen Sie ihn professionell beseitigen. Dieses invasive Unkraut bildet massive unterirdische Wurzelsysteme und treibt im Frühling Stängel bis zu 3 m Höhe mit gesprenkelten Blättern.

Es verursacht schwere Schäden an Gebäuden. Als Verkäufer sind Sie verpflichtet, Käufer zu informieren und den Garten zu reinigen. Kein Job für Heimwerker – nur zertifizierte Fachfirmen mit Versicherung. Manche Banken verweigern Kredite ohne Gutachten und Managementplan.

Umzug Ihrer Pflanzen planen

Warten Sie nicht auf einen Käufer. Identifizieren Sie sentimentale Pflanzen: Welche eignen sich zum Ausgraben, welche besser durch Stecklinge? Viele Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen lassen sich vermehren. Ideal in Frühling oder Herbst. Richten Sie ggf. einen schattigen Aufzuchtbereich ein, um Wurzelbildung zu fördern.

Stecklinge schneiden

Die meisten Sträucher wurzeln aus 7–10 cm langen Stecklingen. Wählen Sie gesunde Triebe, schneiden Sie sauber unter einem Blattknoten und kürzen Sie die Spitze. Entfernen Sie untere Blätter, tauchen Sie in Wurzelhormonpulver und setzen Sie in Allzweckerde. Bis zum Umzug sollten sie wurzeln.

Pflanzen ausgraben

Optimal im frühen Frühling oder Herbst bei milden Temperaturen. Viele Stauden und Ziergräser teilen sich leicht. Nehmen Sie Randstücke mit Trieben und Wurzeln, topfen Sie oder pflanzen Sie neu – alle profitieren davon.

Bäume und Sträucher

Immergrüne am besten Anfang Oktober oder Mai ernten. Kürzen Sie bis zu einem Drittel der Triebe und Blätter. Bodendeckende wie Strand-Felsenblümchen teilen sich in bewurzelte Teile. Gießen Sie vor dem Graben, heben Sie mit möglichst vielen Wurzeln aus und topfen Sie in John-Innes-Kompost.

Bei Laubbäumen/Sträuchern warten, bis Blätter gefallen sind. Für etablierte Exemplare: Tage vorher wässern, 60 cm Graben um die Pflanze, Wurzelballen mit Erde heben. Bei jungen Bäumen Pfahlwurzel durchsägen.

Neues Einpflanzen und Nachsorge

Gute Pflege ist entscheidend. Gründlich wässern, 1 m Kreis um die Pflanze 2 Jahre unkrautfrei halten.

Garten showgerecht präsentieren

Für den besten Verkaufspreis: Pflegeleicht, aber prächtig wirken lassen.

  • Harken Sie gestörten Boden glatt, füllen Sie Lücken mit einjährigen wie Tagetes, Kornblumen, Mohn oder Saisonalen.
  • Garten topfit halten: Hochdruckreiniger für Platten, Decks.
  • Ränder hacken gegen Unkraut.
  • Rasen mähen, Ränder nicht vergessen, mit Flüssigdünger füttern.
  • Verblühte Blüten entfernen für Nachblüte.
  • Eigensinnige Triebe binden, besonders über Wegen.