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Proteinpulver für Kleinkinder: Ist es sicher? Fakten und Expertenrat

Früher war Proteinpulver hauptsächlich in der Küche von Bodybuildern und Diätetikern zu finden, die es für flüssige Mahlzeiten nutzten. Heute zählt es zu den gängigen Haushaltszutaten.

Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile einer proteinreichen Ernährung. Als Ernährungsexpertin betone ich oft die Bedeutung einer gleichmäßigen Proteinaufnahme über den Tag. Proteinpulver eignet sich hervorragend, um den Proteingehalt von Frühstück und Mittagessen zu steigern, die meist proteinärmer ausfallen als das Abendessen. In einem früheren Beitrag habe ich Ideen gezeigt, wie Sie Proteinpulver kreativ einsetzen – weit über den klassischen Morgen-Smoothie hinaus.

Mit der steigenden Beliebtheit von Proteinpulver mehren sich Fragen, ob es für Kleinkinder oder Schwangere geeignet ist. Die Sicherheit während der Schwangerschaft habe ich bereits beleuchtet. Heute widmen wir uns Kleinkindern: Ist es in Ordnung, ihnen Proteinpulver oder daraus zubereitete Lebensmittel anzubieten?

Zum Beispiel schrieb Lindsey: „Ich bereite morgens einen Proteinshake mit Mandelmilch, gefrorener Banane, Mandelmus, Spinat, Eis und pflanzlichem Proteinpulver zu. Meine 2,5-jährige Tochter trinkt gerne eine kindgerechte Portion davon. Ist das sicher?“

Wie viel Protein brauchen Kleinkinder?

Laut den National Institutes of Health (NIH) benötigt ein durchschnittliches zweijähriges Kind etwa 16 Gramm Protein täglich. Der Bedarf richtet sich nach dem Gewicht: Teilen Sie das Körpergewicht in Pfund durch 2,2, um Kilogramm zu erhalten, und multiplizieren Sie mit 1,2 für die empfohlene Menge.

16 Gramm entsprechen roughly der Menge in einer halben Tasse Hüttenkäse oder 2 Unzen Fleisch. Mehr Details finden Sie in meinem Protein-Quickguide.

Ernährungsstudien zeigen, dass US-Kleinkinder im Schnitt 50 Gramm Protein pro Tag aufnehmen – selbst die unteren 10 % erreichen 35 Gramm. In wohlhabenden Ländern droht also selten ein Proteinmangel. Studien belegen keine Vorteile einer proteinreichen Ernährung für diese Altersgruppe.

Ein Proteinforscher, den ich interviewt habe und der selbst Kleinkinder hat, würde seinem Fünfjährigen ohne Bedenken seinen Protein-Smoothie oder proteinangereicherte Speisen anbieten – vor allem, wenn sie weniger Zucker und raffinierte Kohlenhydrate enthalten. Das zusätzliche Protein mag keinen direkten Nutzen bringen, aber der geringere Zuckergehalt schon.

Dr. Nancy Rodriguez, Professorin für Ernährungswissenschaften an der University of Connecticut, warnt: Überschüssige Kalorien können zu Übergewicht führen, unabhängig von der Quelle. Eine Studie deutet hin, dass proteinreiche Säuglingsnahrung bei Babys zu schneller Gewichtszunahme beiträgt.

Unabhängig vom Teilen von Smoothies: Die Gesamtkalorienaufnahme muss passen. Kleinkinder brauchen ca. 1.000 Kalorien täglich – etwa ein Drittel bis die Hälfte eines Erwachsenen.

Dr. Rodriguez betont zudem, dass mehr Protein bei Kindern wie bei Erwachsenen höheren Flüssigkeitsbedarf erfordert, um die Nieren zu entlasten.

Fazit: Proteinpulver für Kleinkinder

Proteinpulver ist keine große Gefahr für die Kinderernährung. Eine kleine Portion Ihres Smoothies oder ein proteinangereicherter Muffin sind akzeptabel.

Dennoch: Kein Grund, Zweijährigen Proteinshakes zu verabreichen. Sie brauchen es nicht, und wir riskieren Nährstoffverdrängung oder Kalorienüberschuss. Am besten fördern wir eine ausgewogene Ernährung mit vielfältigen, wenig verarbeiteten Lebensmitteln.

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Bilder: Shutterstock