Das Reinigen eines Ofens zählt zu den unbeliebtesten Küchenaufgaben. Ohne Pyrolyse-Funktion müssen Sie ihn regelmäßig selbst pflegen, um Fett und Schmutz zu entfernen.
Gerade in der Kochsaison wird ein verschmutzter Ofen schnell sichtbar – verbrannter Geruch beim Vorheizen oder festgebackene Rückstände signalisieren: Zeit für eine gründliche Reinigung.
Ofen reinigen ohne schädliche Chemikalien
Als bewährte Hausmittel empfehlen wir eine Paste aus Natron und Essig. Mischen Sie beide Zutaten in einer Schüssel zu Joghurt-Konsistenz, tragen Sie sie großzügig im Ofen auf und lassen Sie sie über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen lösen Sie die getrocknete Paste mit einem Plastikspatel. Bei Bedarf mit Essig besprühen und 10 Minuten einweichen lassen. Abschließend mit warmem Seifenwasser nachwischen. Tragen Sie Gummihandschuhe und schützen Sie den Boden – es wird schmutzig!
Backofen professionell reinigen
Regelmäßige Pflege spart Zeit: Wischen Sie nach Gebrauch ab und reinigen Sie monatlich gründlich. Unsere Expertenanleitung macht es einfach und effektiv.
1. Sich schützen
Spezialreiniger lösen hartnäckiges Fett, enthalten aber aggressive Stoffe. Tragen Sie Gummi- oder Latexhandschuhe und bei Bedarf eine Schutzbrille. Sorgen Sie für gute Belüftung durch offene Fenster. Legen Sie Zeitungspapier um den Ofen, um den Boden zu schützen.
2. Ofengestelle reinigen
Entfernen Sie die Roste. Bei mitgeliefertem Beutel der Reinigungslösung: Rost einlegen und Anweisungen befolgen. Ohne Beutel: Rost besprühen (idealerweise draußen), in Müllbeutel packen, verschließen und 30 Minuten einwirken lassen. Außer Reichweite von Kindern und Tieren lagern. Danach gründlich abspülen.
3. Garraum reinigen
Kratzen Sie lose Rückstände ab. Abnehmbares Türglas herausnehmen und in heißem Seifenwasser einweichen. Ofeninnenraum und Tür mit Reiniger besprühen, Ecken und schwer zugängliche Stellen mit Zahnbürste bearbeiten. Gasöffnungen und Heizelemente aussparen. Tür schließen, 30 Minuten (oder nach Packungsanweisung) einwirken lassen. Löst sich mit feuchtem Tuch abwischen, Dichtungen nicht vergessen. Glas einsetzen, Ofen trocknen lassen, Roste montieren.
4. Außenflächen reinigen
Mischen Sie Essig und Wasser 1:1, wischen Sie die Ofentür ab, spülen und mit Tuch trocknen.
5. Oder mit Öko-Reiniger
Als Alternative: Natron mit Wasser zu Paste rühren, auftragen und über Nacht einwirken. Mit heißem Wasser abspülen, Essig auf Reste sprühen – es schäumt und lässt sich leicht entfernen.
Hartnäckigen Schmutz entfernen
Clare Edwards, Haushaltsökonomin bei Smeg (öffnet in neuem Tab), empfiehlt zwei Methoden: Bei Pyrolyse-Ofen bis 500 °C erhitzen – Rückstände verkohlen, nur Asche abwischen. Alternativ Dampfreinigung: Schüssel mit Wasser und Spülmittel (oder Zitronenwasser) 1 Stunde bei hoher Hitze dämpfen. Abgekühlt Schmutz mit Plastikspatel lösen und nachreinigen.

Beste Ofenreinigung?
Klein und oft: Nach jedem Gebrauch abwischen, monatlich gründlich. So vermeiden Sie aggressive Mittel.
Schmutzige Ofentür reinigen
Glas abnehmen, mit Reiniger einweichen (mind. 30 Min. in Badewanne), abspülen, trocken wischen und einsetzen.
Verbrannten Ofen reinigen
Bei extremer Verschmutzung Profi beauftragen oder stärksten Reiniger nutzen (z. B. bei Amazon).
Wie oft Ofen reinigen?
Sophie Herrmann von Jeyes (öffnet in neuem Tab) rät: Monatlich, bei intensiver Nutzung öfter. Verwenden Sie Spezialreiniger wie Jeyes Barbecue and Oven Cleaner mit Dual-Action-Trigger. Immer Handschuhe und Belüftung!