„Slow Living Homes“ ist genau der Trend, den wir erwartet haben – und den wir herzlich begrüßen. Top-Designer teilen diese Begeisterung und beobachten fasziniert seinen Aufstieg in der Einrichtungsbranche.
Nach den Ereignissen der letzten Jahre haben unsere Häuser neue Rollen übernommen: Sie sind Zufluchtsorte für unser Wohlbefinden und Orte, an denen viele die Freude am Gärtnern entdeckt haben – inklusive Indoor-Gärten.
Der Slow-Living-Innendesign-Trend vereint alles, was wir in den vergangenen Saisons in unseren Räumen geschätzt haben: Lieblingskunstwerke, Zimmerpflanzen und natürliche, durchdachte Materialien. Obwohl es als „Trend“ bezeichnet wird, sind Designer sich einig: Diese Prinzipien prägen langfristig, wie wir unsere Häuser gestalten.
Was ist der „Slow Living Homes“-Trend?
Der Begriff „Slow Living Homes“ steigt bei Google Trends weiter an (seit Juni 2022 um 111 % gestiegen, laut Green Lili (öffnet in neuem Tab)). Seine Anziehungskraft ist naheliegend: Die Bewegung lädt ein, Raum für Raum mit organischer Güte zu füllen – durch naturinspirierte Formen oder lichtdurchflutete Fensterideen.
„Egal, ob Sie allein in einer Wohnung wohnen oder ein Haus mit Familie teilen: Die Zonen unseres Zuhauses definieren Routinen und prägen unseren Alltag“, erklärt Jo Littlefair, Mitbegründerin und Direktorin von Goddard Littlefair (öffnet in neuem Tab).
Um den Trend umzusetzen, rät die Expertin als Erstes, natürliches Licht in jedem Raum zu maximieren – wie in diesem Beispiel. Reflektierende Wandideen fürs Wohnzimmer schaffen Tiefe und Textur, während sie Helligkeit und Raumgefühl verstärken.
So stylen Sie den „Slow Living Homes“-Trend in einem schnelllebigen Zuhause
Wie Jo Littlefair empfiehlt, ist die Betonung natürlichen Lichts der ideale Einstieg. So integrieren Experten diesen Stil:
1. Epochen mischen für abwechslungsreichen Stil
Antiquitäten verleihen Individualität – und passen perfekt zum Slow-Living-Trend, wie Camilla Clarke, Creative Director bei Albion Nord (öffnet in neuem Tab), betont.
„Antiquitäten harmonieren wunderbar mit modernen Möbeln, solange der Kontrast zwischen Alt und Neu klar ist. Nur so entsteht Zusammenhalt“, teilt sie ihre Erfahrung.
Ein antikes Stück fühlt sich besonders an, ist nachhaltig und absolut zeitgemäß.
2. Natürliche Materialien einsetzen
„Natürliche Materialien fördern Wohlbefinden, Nachhaltigkeit und raffinierten Stil“, sagt Owen Pacey, Gründer von Renaissance London (öffnet in neuem Tab). Er rät, die einzigartigen Unvollkommenheiten zu schätzen – sei es ein Marmorkamin oder ein Holztisch.
Naturstein als Ergänzung der Raumstruktur wirkt authentisch: „Jeder Pfosten oder Kaminsims ist ein Unikat und macht daraus ein Kunstwerk“, erklärt er.
3. Farben im Schlafzimmer bewusst wählen
Slow Living und Farbpsychologie gehen Hand in Hand. Jo Littlefair fokussiert sich auf Schlafzimmerfarben: „Wir bewegen uns weg von grellen Tönen hin zu dämmrigen Nuancen, die einen nächtlichen Kokon schaffen.“
Ergänzen Sie mit natürlichen Stoffen wie Leinen, Wolle oder Kaschmirsamt. „Hochwertige Materialien machen Design einfach und wirkungsvoll“, fügt sie hinzu.
4. Aussagekräftige Kunst auswählen
Wohlbefinden entsteht durch Persönliches – wie Lieblingskunst. „Die Wahl von Kunstwerken ist hochindividuell und spiegelt Werte und Erfahrungen wider“, rät Jo.
5. Smart-casual Kühne designen
„Die Küche wird zum Herzstück – unsere Designs integrieren sie fließend ins Wohnen“, sagt Jo. Finden Sie die Balance zwischen Eleganz und Lässigkeit: Perfekt für Gäste und Entspannung – ganz im Sinne von Slow Living.