Matratzen sind eine wertvolle Investition, doch viele vernachlässigen ihre Pflege. Regelmäßiges Wenden verlängert nicht nur die Haltbarkeit, sondern sorgt auch langfristig für optimalen Schlafkomfort. Aber wie oft sollte man eine Matratze umdrehen?
Nach der Auswahl und dem Kauf der besten Matratzen ist es entscheidend, sie richtig zu pflegen. Selbst hochwertige Modelle benötigen gelegentliches Wenden oder Drehen – die Häufigkeit hängt vom Matratzentyp ab. „Wir verbringen täglich ein Drittel unseres Lebens im Schlaf, daher muss die Matratze Komfort und Unterstützung bieten, die zu uns passt“, erklärt Steve Adams, CEO von Matratze Online (öffnet in neuem Tab). Auch Betten mit den besten Matratzenauflagen profitieren davon, trotz des scheinbaren Schutzes durch den Topper.
Experten geben hier klare Empfehlungen, wie oft Sie je nach Matratzenart wenden sollten und warum das so wichtig ist.
Wie oft sollten Sie eine Matratze wenden?
„Ob und wie oft Sie wenden müssen, hängt vom Matratzentyp ab“, sagt Martin Gill, Geschäftsführer des Luxusmatratzenhändlers And So To Bed (öffnet in neuem Tab).
„Doppelseitige Matratzen sollten in den ersten drei Monaten wöchentlich gewendet werden. Danach monatlich einmal.“
Einseitige Matratzen (z. B. mit Memory-Foam-Oberseite) drehen Sie in den ersten drei Monaten wöchentlich von Kopf- zu Fußende, um Vertiefungen zu vermeiden. Später monatlich.
„Bei Naturfasermatratzen empfehlen wir in den ersten drei Monaten zweimal wöchentlich zu wenden, danach alle paar Monate. So lagern sich die Füllungen gleichmäßig ab und die Lebensdauer verlängert sich.“

Warum sollten Sie Ihre Matratze wenden?
„Regelmäßiges Wenden und Drehen verteilt die Komfortschichten gleichmäßig, verhindert Durchhängen und nutzt beide Seiten aus. So bleiben die unterstützenden Eigenschaften länger erhalten“, betont Steve Adams.
„Mehrmals jährlich wenden und Flecken gezielt entfernen verlängert die Lebensdauer erheblich. Für optimale Hygiene und Schlafqualität empfehlen wir, die Matratze alle sieben Jahre auszutauschen.“
Regelmäßiges Wenden kombiniert mit Reinigungstipps für Matratzen hält sie Nacht für Nacht frisch und unterstützend. Wissen Sie bereits, wie oft Sie Ihre Matratze wechseln sollten – aus Komfort- und Hygiengründen?

Wie wende oder drehe ich meine Matratze?
Das Wenden ist einfach, bei großen Formaten wie Kingsize jedoch zu zweit ratsam.
1. Nehmen Sie Bettwäsche, Kissen, Auflagen und Topper ab. Rücken Sie Nachttische bei Bedarf weg.
2. Nutzen Sie Griffe, falls vorhanden; sonst greifen Sie fest unter den Rand.
3. Drehen Sie die Matratze zunächst um 180 Grad (Kopf zum Fuß).
4. Ziehen Sie sie teilweise über die Bettkante, kippen Sie sie und lassen Sie sie umgedreht zurückfallen. Ideal mit Helfer.
„Lassen Sie sich immer helfen, um Verformungen oder Verletzungen zu vermeiden“, rät Martin Gill.

Zusätzliche Tipps für längere Matratzenlebensdauer

Neben dem Wenden schützen weitere Maßnahmen.
„Ein Matratzenschoner hält sie wie neu: Er schützt vor Flecken und bietet Extra-Komfort“, erklärt Rhiannon Johns, Innenarchitektin bei Piglet in Bed (öffnet in neuem Tab). „Unsere Modelle mit 100 % Merinowolle und Bio-Baumwolle regulieren die Temperatur für erholsamen Schlaf.“
„Qualitäts-Spannbettlaken aus Leinen oder Baumwolle bieten Schutz. Lüften Sie wöchentlich, waschen Sie die Wäsche mit gutem Mittel – frisches Bettzeug ist unschlagbar!“
Besser wenden oder drehen?
Drehen verhindert Verschleiß, Wenden ist bei geeigneten Modellen vorzuziehen. Nicht wendbare Matratzen durch Drehen ausgleichen.
Memory-Foam-Matratze wenden?
Nein – die Schaumschicht ist einseitig. Drehen Sie stattdessen regelmäßig um 180 Grad für gleichmäßigen Verschleiß.