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Waldmeister anpflanzen – alles zu Standort und Pflege

Waldmeister im eigenen Garten anpflanzen ist nicht schwer. Hier erfährst du alles Wichtige rund um Anbau, Pflege und Ernte der vielseitigen Pflanze.

Was kann Waldmeister?

Waldmeisterpflanzen finden sich zumeist in lichten Laubwäldern und verströmen einen zarten Duft. Sie blühen von Mitte April bis Anfang Mai mit weißen Blüten und bieten vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Besonderer Beliebtheit erfreut sich Waldmeistertee, dem eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt wird. Doch auch als Heilkraut gegen Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme kann Waldmeister eingesetzt werden.

Waldmeister anpflanzen: Die Aussaat

Prinzipiell gilt Waldmeister als sehr pflegeleichte Pflanze. Essentiell sind dabei ausreichend Feuchtigkeit sowie ein optimaler Standort. Dieser sollte schattig bis halbschattig sein und über einen feuchten, nährstoffreichen Boden verfügen. Besonders geeignet sind dabei Plätze unter Laubbäumen und Balkone mit Ausrichtung nach Norden oder Osten. Hast du einen geeigneten Standort gefunden, solltest du folgendes beachten:

  • Nimm die Aussaat zwischen Oktober und Februar vor.
  • Die Samen benötigen kalte Temperaturen zum Keimen (Frostkeimer).
  • Es dauert zwischen 20 und 100 Tagen, bis du erste Keimblätter siehst.
  • Halte beim Anpflanzen einen Abstand von mindestens 20×20 cm ein.
  • Bedecke die Samen mit circa 0,5 cm Erde.

Pflege und Ernte von Waldmeister

Da Waldmeister-Pflanzen nur wenige Nährstoffe benötigen, müssen sie im ersten Jahr überhaupt nich gedüngt werden. Im zweiten Jahr reicht lediglich die Düngung mit etwas Kompost.

Viel wichtiger ist hingegen eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr. Du solltest Waldmeister stets feucht halten, denn ein längeres Austrocknen schadet der Pflanze.

Beachte außerdem, dass sich Waldmeisterpflanzen auch ungewollt zu großen Teppichen ausbreiten. Behalte die Pflanzen deswegen gut im Auge, wenn du das nicht möchtest.

Ernten kannst du Waldmeister entweder kurz vor oder während der Blütezeit im Frühsommer. Dazu schneidest du die Stängel kurz über dem Boden ab, braust die Pflanze mit Wasser ab und lässt sie trocknen. Du kannst Waldmeister sowohl frisch als auch getrocknet verwenden.

Waldmeister: Krankheiten und Überwinterung

Da Waldmeister sehr anspruchslos und widerstandfähig ist, treten Krankheiten und Schädlinge nur in seltenen Fällen auf. Aufgrund lang andauernder hoher Luftfeuchtigkeit können sich braune Beläge auf den Blättern bilden. Es reicht, wenn du diese großflächig entfernst.

Prinzipiell kann Waldmeister auch ohne Schutz überwintern. Wenn du aber auf Nummer sicher gehen willst, kannst du ihn mit trockenem Laub oder Nadelgrün abdecken.