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Wasserhärte messen: Zuverlässige Methoden und Experten-Tipps für den Haushalt

Wer die Wasserhärte genau bestimmen möchte, steht vor bewährten Methoden zur Auswahl. Als Experten für Haushaltstechnik wissen wir: Die Wasserhärte wirkt sich direkt auf die Lebensdauer von Geräten wie Kaffeemaschinen oder Waschmaschinen aus. Hier erklären wir die gängigen Verfahren und Lösungen gegen hartes Wasser.

Die örtlichen Wasserwerke veröffentlichen den Härtegrad mindestens einmal jährlich – gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland fließt in den meisten Haushalten hartes Wasser mit mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (über 14 °dH). Die offizielle Einteilung nach Trinkwasserverordnung:

  • Weiches Wasser: unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (unter 8,4 °dH)
  • Mittelhartes Wasser: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (8,4 bis 14 °dH)
  • Hartes Wasser: über 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (über 14 °dH)

Hartes Wasser tritt häufig in sand- und kalksteinreichen Regionen auf. Intensive Düngung kann es ebenfalls begünstigen. Grenzwerte sind in der Trinkwasserverordnung nicht festgelegt.

Wasserhärte messen mit Teststreifen oder Titrierlösung

Auf der Website Ihres lokalen Wasserversorgers finden Sie den Härtegrad für Ihren Haushalt.

Selbst messen? Zwei präzise Hausmethoden:

1. Teststreifen

Erhältlich in Apotheken oder online bei **Amazon**:

  1. Lassen Sie kaltes Leitungswasser in ein Glas laufen und tauchen Sie den Streifen kurz ein.
  2. Schütteln Sie überschüssiges Wasser ab und warten Sie einige Minuten.
  3. Vergleichen Sie die Verfärbung mit dem Farbmaßstab – der Härtegrad ist ablesbar.

2. Titrierlösung

Mit Titriplex III (Apotheke oder **Amazon**):

  1. Füllen Sie Leitungswasser in ein sauberes, verschließbares Gefäß, z. B. ein Marmeladenglas.
  2. Geben Sie einen Tropfen Lösung hinzu, verschließen und schütteln.
  3. Wiederholen Sie, bis das Wasser sich trübt. Die Tropfenanzahl gibt den Härtegrad in °dH an.

Bei hartem oder weichem Wasser: So schützen Sie Geräte

Hartes Wasser führt zu Kalkablagerungen in Geräten.

  • Kalk verkürzt die Lebensdauer von Kaffeemaschinen, Geschirrspülern, Wasserkochern und Waschmaschinen – besonders bei Temperaturen über 60 °C.
  • Gesundheitlich unbedenklich, beeinflusst aber Geschmack von Kaffee und Tee.
  • Wasserfilter bergen Keimrisiken; besser: regelmäßiges Entkalken (Mehr dazu: Kaffeemaschine entkalken, Wasserkocher entkalken).
  • Moderne Waschmittel enthalten Entkalker – kein Problem für Waschmaschinen.

Weiches Wasser erzeugt mehr Schaum, Seife löst sich langsamer. Für Geräte ideal.