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Nachhaltiges Bauen: Die drei Säulen für umweltfreundliche und zukunftssichere Gebäude

Beim nachhaltigen Bauen schützen Sie die Umwelt, indem Sie schädliche Materialien meiden und Ressourcen schonen. Als Experten für nachhaltige Bauprojekte zeigen wir Ihnen, worauf es ankommt – fundiert und praxisnah.

Was ist nachhaltiges Bauen?

Nachhaltige Gebäude sind umweltfreundlich in Bau, Betrieb und Abbau. Sie erfüllen drei zentrale Qualitäten:

  1. Ökologische Qualität: Verwendung umweltverträglicher Materialien, die rückstandsfrei recycelbar sind.
  2. Ökonomische Qualität: Ressourcenschonende Planung und Bau mit minimalem Energieverbrauch im Betrieb.
  3. Sozio-kulturelle Qualität: Hohe Akzeptanz in der Nachbarschaft ohne nennenswerte Proteste.

Nur das Zusammenspiel aller Kriterien macht ein Gebäude wirklich nachhaltig. In Deutschland etabliert sind vier Zertifizierungssysteme:

  1. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  2. Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude
  3. Building Research Establishment Environmental Assessment Method
  4. Leadership in Energy and Environmental Design

Erfüllen Sie die Standards, lassen Sie Ihr Projekt zertifizieren. Der Vorteil: Günstige Darlehen bei ‚grünen‘ Banken wie der Ethik Bank, GLS Bank, Triodos Bank oder Umwelt Bank. Auch die KfW fördert mit höheren Zuschüssen je besserem Ökofaktor.

1. Die ökologische Qualität

Ökologische Nachhaltigkeit beginnt bei den Materialien: Sie müssen umweltschonend produziert und entsorgt werden können. Empfohlene Baustoffe umfassen:

  • Lehm, Ziegel, Natursteine
  • Natürliche Dämmstoffe
  • Naturfarben
  • Klebstoffe auf Pflanzenbasis
  • Mehrfachisolierte Holzfenster

Zu vermeiden sind:

  • Kunststoffe auf Rohölbasis
  • Lacke
  • Dämmwolle
  • Sand und Kies

Wählen Sie langlebige Materialien, um Sanierungen und Ressourcenverbrauch zu minimieren.

2. Die ökonomische Qualität

Integrieren Sie Wirtschaftlichkeit von der Planung an: Bauen Sie kosteneffizient, ressourcenschonend und energiearm. Klären Sie in der Planphase:

  • Wie viel Material brauche ich, welche Kosten entstehen?
  • Welche regenerativen Energiequellen eignen sich?
  • Wie schütze ich Ressourcen während Bau und Betrieb?
  • Soll ich neu bauen oder sanieren?

Steigern Sie Energieeffizienz durch:

  • Sonnenorientierung für weniger Heizung und Beleuchtung.
  • Verzicht auf Klimaanlage.
  • Ökologische Wärmedämmung.
  • Solaranlage.
  • Mehrfachverglaste Fenster und Türen.

3. Die sozio-kulturelle Qualität

Nachhaltigkeit erfordert Akzeptanz: Planen Sie mit der Nachbarschaft, um Konflikte zu vermeiden – etwa durch Erhalt von Grünflächen. Frühe Dialoge fördern Harmonie.

Auch bei Renovierungen gelten diese Prinzipien: Wählen Sie umweltfreundliche Materialien, planen Sie effizient und sparen Sie Ressourcen. So tilgen Sie Kosten und Ressourcenverschwendung.