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Eigene Getränke aus dem Garten brauen: Von Likören bis Wein mit Expertin Adrienne Wild

Kräuter, Obst und Gemüse aus eigenem Anbau sind eine ideale Basis für hausgemachte Getränke. Mit bewährten Rezepten lassen sie sich einfach und günstig in aromatische Genussmittel verwandeln, weiß Expertin Adrienne Wild.

Eigene Getränke aus dem Garten brauen: Von Likören bis Wein mit Expertin Adrienne Wild

Wenn Sie eigenes Obst und Gemüse ernten, haben Sie sicher schon Marmeladen und Chutneys eingekocht – und reichlich an Familie und Freunde verschenkt.

Was tun Sie dieses Jahr mit der Ernteflut? Die beste Lösung: Bereiten Sie vielfältige Getränke zu – von Erfrischungsdrinks über Kräutertees bis hin zu Wein. Schließen Sie sich dem Trend „Drinking Your Garden“ an!

Der schnellste Einstieg ist ein Beerenlikör: Früchte pürieren, mit Zucker oder Honig einkochen, abseihen und die Sommeraromen im Kühlschrank lagern. Für den Winter über perfekt.

Smoothies entstehen mühelos aus beliebigen Früchten, Kräutern und Gemüse. Unsere Familienfavoriten: Apfel-Gurke mit Minze oder Karotte-Rote Bete mit Koriander.

Kräutertees wie erfrischende Zitronenverbene oder verdauungsfördernde Minze runden das Angebot ab.

Weinbrauen ist eine lohnenswerte Kunst. Ob klassischer Pastinakenwein oder moderner roter Rote-Bete-Wein: Das Grundprinzip bleibt gleich – Material in heißem Zuckerwasser einweichen, Hefe zufügen und gären lassen.

Nach einer Woche durch Musselin in ein Gärgefäß umfüllen, bei konstanter Temperatur (ideal im Trockenschrank) weiter gären. Wenn Blasen aufhören und die Flüssigkeit klar ist (nach 3–4 Wochen), abfüllen. Pflanzenweine entfalten ihr Aroma erst nach mindestens einem Jahr – oft erst nach zwei. Geduld zahlt sich aus.

Recherchieren Sie Rezepte, z. B. für Apfelcidre in drei Monaten.

Erfolg gründet auf bewährten Rezepten und strenger Hygiene: Alle Utensilien mit Milton-Sterilflüssigkeit und kochendem Wasser desinfizieren, um Bakterien fernzuhalten.

Für saisonale Rotweine eignen sich schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren oder Trauben ideal. Starten Sie jetzt eine Charge – zu Weihnachten könnte sie fertig sein. Trübungen klären sich mit der Zeit.

Standardrezept: 2 kg Fruchtpüree ergeben ca. 4,5 l Wein. Viele Rezepte raten zu getrockneten Früchten für mehr Fülle und bessere Gärung.

Bei wurzelbasierten Weinen (süß, aber säurearm) Zitronen- oder Orangensaft sowie starken Tee ergänzen – erst nach dem ersten Abseihen, um Trübung zu vermeiden.

Als Hobby-Barkeeper experimentieren: Ausgewogene Getränke erobern Freunde. Starten Sie mit alkoholfreien Mocktails aus Fruchtsäften, Limonade und Gartensirups (z. B. Thymian oder Rosmarin).

Sirupe verfeinern später Wodka oder G&T mit zerstoßenem Basilikum.

Hecken und Gärten liefern Zutaten für Festtagsdrinks. Sloe Gin: Reife Schlehen ernten (platzen leicht), waschen, einfrieren (für aufgesprungene Haut), dann mit Gin und Zucker ziehen.

Rumtopf nutzt Überbestände: Schichten von Saisonfrüchten in Kilner-Glas, mit 1:3 Zucker-Rum-Mischung bedecken. Mindestens sechs Wochen kühl dunkel reifen lassen.

Die Alchemie von Ernte zu Alkohol braucht Übung – aber das Hobby macht süchtig!