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Heizung im Winter komplett abschalten? 3 Gründe, warum das mehr kostet als es bringt

Die Heizung im Winter komplett abzuschalten, wenn niemand zu Hause ist, wirkt auf den ersten Blick sparsam. Tatsächlich birgt diese Praxis jedoch erhebliche Risiken – für Ihr Gebäude, Ihre Gesundheit und letztlich auch Ihren Geldbeutel.

Tagsüber sind Sie stundenlang unterwegs, nachts kuscheln Sie sich in warme Decken: Warum nicht in diesen Zeiten die Heizung ausschalten, um Energie und Kosten zu sparen? Die Idee klingt logisch, führt aber oft zu höherem Verbrauch und teuren Folgeschäden.

Warum Sie die Heizung im Winter nicht komplett abschalten sollten

Eine niedrig eingestellte Heizung spart nachweislich Geld – laut Verbraucherzentrale senkt jeder Grad weniger die Heizkosten um etwa sechs Prozent. Eine vollständige Abschaltung raten Experten jedoch strikt ab. Hier die entscheidenden Gründe:

  • Bei frostigen Temperaturen und unzureichender Dämmung kühlen Wände und Räume schnell stark aus. Das Wiederaufheizen verbraucht dann mehr Energie als eine konstante niedrige Temperatur – die Ersparnis schmilzt dahin.
  • In kalten Räumen sinkt die Luftfeuchtigkeitsgrenze: Überschüssige Feuchtigkeit lagert sich als Schimmel an Wänden ab, was gesundheitsschädlich ist und teure Sanierungen nach sich zieht.
  • Bei langanhaltender Kälte und schlechter Isolierung frieren Rohre ein, dehnen sich aus und können platzen – mit Wasserschäden in ungeahnter Höhe.

Effizient und gesund heizen im Winter

Keine Sorge: Sparsam heizen muss nicht auf volles Aus bedeuten. Basierend auf bewährten Empfehlungen der Verbraucherzentrale gelten diese bewährten Strategien:

  • Halten Sie Wohn- und Schlafräume tagsüber bei mindestens 16 Grad, auch wenn sie leer stehen – so vermeiden Sie Schimmel. Passen Sie die Temperatur an ideale Raumtemperaturen an.
  • Nachts oder bei Abwesenheit absenken auf 4–5 Grad weniger, aber nie unter 16 Grad.
  • Vermeiden Sie starke Temperaturunterschiede (>5 Grad) zwischen Räumen, um Kondensat und Schimmel zu verhindern. Schließen Sie Türen zwischen beheizten und kühleren Bereichen.
  • Setzen Sie auf präzise Heizungs-Thermostate: Manuelle oder smarte Modelle regeln automatisch, z. B. nachts runter und morgens hoch. Achtung: Vollständiges Abdrehen kühlt Räume zu stark aus.
  • Optimieren Sie die Dämmung: Türen und Fenster abdichten hält Wärme drin – auch in Mietwohnungen einfach umsetzbar.