Die unscheinbare Florfliege ist ein unverzichtbarer Nützling in jedem Garten: Als natürlicher Fressfeind von Blattläusen schützt sie Ihre Pflanzen zuverlässig. Erfahren Sie von uns als erfahrenen Gärtnern, welche Vorteile sie bietet und wie Sie sie optimal anlocken.
Die Florfliege: Aussehen und Lebensweise
Als Experten für biologischen Pflanzenschutz wissen wir: Die filigrane Florfliege gehört zur Familie der Netzflügler. In Deutschland gibt es laut NABU rund 35 Arten, wobei die Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) in unseren Regionen am häufigsten anzutreffen ist. Erkennen Sie die ausgewachsenen Insekten an ihren vier durchsichtigen Flügeln und den golden schimmernden Facettenaugen – daher der Name „Goldauge“. Mit einer Größe von nur 10 bis 15 Millimetern sind sie diskret. Erwachsene Florfliegen sind dämmer- und nachtaktiv und nähren sich von Nektar und Blütenpollen. Nach der Paarung im Frühling legen die Weibchen Eier an der Blattunterseite ab.
Im biologischen Pflanzenschutz punktet die Florfliege als Top-Nützling, da ihre frisch geschlüpften Larven Blattläuse mit kräftigen Mundwerkzeugen vertilgen. In zwei bis drei Wochen Entwicklung frisst eine Larve bis zu 500 Blattläuse. Danach verpuppt sie sich in einem Kokon und schlüpft als adulte Fliege.
Die Florfliege: Natürliche Schädlingebekämpfer aus der Natur
1999 wählte der NABU die Florfliege als erstes „Insekt des Jahres“ – ein Beleg für ihre Bedeutung. Ihre Larven, die an Ohrwürmer erinnern, bekämpfen effektiv Blattläuse und weitere Schädlinge:
- Thripse
- Blutläuse
- Schmierläuse
- Larven von Spinnmilben
- Weiße Fliege
- Wollläuse
Für gezielten Einsatz bestellen Sie Eier oder Larven im Gartenfachhandel oder online – eine bewährte Methode aus unserer Praxis.
So siedeln Sie Florfliegen dauerhaft in Ihrem Garten an
Einmal etabliert, sichern Florfliegen Ihre Pflanzen langfristig. Schaffen Sie ideale Bedingungen mit diesen bewährten Tipps aus jahrelanger Erfahrung:
- Winterquartiere für Florfliegen: Bieten Sie warme Unterschlupfe mit speziellen Florfliegenkästen aus dem Fachhandel oder selbstgebaut aus Holzkisten, gefüllt mit Stroh und rot gestrichen – diese Farbe wirkt magnetisch. Hängen Sie sie windgeschützt auf.
- Insektenfreundlicher Garten: Pflanzen Sie blütenreiche Arten wie Purpursonnenhut oder Katzenminze, deren Duftstoffe Florfliegen anziehen – ebenso wie Katzen.
- Kein Einsatz von Insektiziden: Verzichten Sie auf Chemikalien, um das biologische Gleichgewicht zu wahren. Natürlicher Schutz ist der Schlüssel zu gesundem Garten.
Tipp: In solchen Winterquartieren siedeln sich auch Marienkäfer an, deren Larven ebenfalls Blattläuse fressen und als Nützlinge glänzen.