Sonnenbrand kann auch Pflanzen befallen. Erfahren Sie hier als erfahrener Gärtner, wie Sie bei Ihren Blumen, Bäumen und Sträuchern feststellen, ob sie zu viel Sonne abbekommen haben, und was Sie dagegen unternehmen können.
Sonnenbrand bei Pflanzen erkennen und behandeln
Sonne ist essenziell für Pflanzen: Ohne sie wäre Fotosynthese und damit das Überleben der Gewächse unmöglich. Doch zu intensive Sonneneinstrahlung kann Pflanzen ebenso wie uns Menschen einen Sonnenbrand verursachen.
Typisch tritt er bei schattenlosen Standorten oder nach unzureichendem Gießen auf. Erkennen Sie ihn an Verfärbungen der Blätter: Die Sonne entzieht ihnen Feuchtigkeit, sie trocknen aus und nehmen eine beige bis braune Färbung an.
- Verschieben Sie betroffene Pflanzen umgehend in den Schatten. Bei nicht beweglichen Exemplaren helfen Sonnenschirme oder Markisen.
- Gießen Sie sofort an der Wurzel. Entfernen Sie vertrocknete, braune Blätter, damit die Pflanze ihre Kräfte auf gesunde Triebe konzentrieren kann.
- Manchmal ist der Schaden jedoch irreparabel, und die Pflanze geht ein.
Sonnenbrand bei Pflanzen vorbeugen
Prävention ist der beste Schutz. So vermeiden Sie Probleme von vornherein.
- Schrittweises Eingewöhnen an die Sonne: Nach dem Winter die Pflanzen zwei bis drei Wochen im Halbschatten akklimatisieren, bevor Sie sie vollsonnig aussetzen.
- Schattenliebhaber täglich stundenweise sonnenexponieren, aber die Mittagshitze von 12 bis 15 Uhr meiden.
- Bei knappen schattigen Plätzen Sonnenschutz einsetzen: Sonnensegel, Markisen oder Schirme. Kleinere Bäume und Sträucher mit Vogelschutznetzen oder Balkon-Sichtschutz abdecken.
- Gegen Risse in Stämmen streichen Sie weiße Spezialfarbe oder Kalk (Baumweiß) auf – es reflektiert die Strahlen.
- Richtig gießen: Bei Hitze regelmäßig, aber nie mittags oder bei praller Sonne. Nur an die Wurzeln, da Wassertropfen auf Blättern wie Linsen wirken und Verbrennungen verstärken. Ideal: Frühmorgens oder abends.
- Passender Blumentopf: Dunkle Plastiktöpfe vermeiden – sie erhitzen sich extrem. Ton ist die bessere Wahl.
Dieser Text stammt von Elisabeth Von Sydow.