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Ramin-Holz aus Sumpfwäldern: Warum Sie es meiden und heimische Alternativen wählen sollten

Ramin ist ein edles Tropenholz aus Südostasien. Für die Verarbeitung zu Möbeln oder Bilderrahmen zahlt die Natur jedoch einen hohen Preis.

Der Ramin-Baum (botanisch Gonystylus) wächst vor allem in den Sumpfwäldern Indonesiens und Malaysias, aber auch auf den Philippinen, in Papua-Neuguinea und auf Fidschi.

Eigenschaften von Ramin-Holz

Ramin gilt als das bekannteste helle Tropenholz. Es überzeugt durch seine gleichmäßige Struktur und die blassgelbe Färbung. Ideal für farblose oder pigmentierte Lasuren, Klar- und Farbwachse sowie transparente oder deckende Lacke. Als leichtes Holz lässt es sich mühelos mit Hand- und Maschinenwerkzeugen bearbeiten.

Seine Verformbarkeit macht es vielseitig einsetzbar als Furnier oder Vollholz – hierzulande häufig für Leisten, Bilderrahmen, Türen und Möbel.

Warum Ramin-Holz vermeiden?

Trotz Ökolabels auf dem Markt raten Experten ab. Basierend auf Erkenntnissen von CITES, IUCN und Greenpeace listen wir die Gründe auf:

  • Artenschutz: Ramin ist weltweit gefährdet (CITES, IUCN). In Indonesien streng geschützt.
  • Illegaler Handel und Raubbau: Trotz Verbot wird es illegal gefällt, nach Malaysia geschmuggelt und legal exportiert. Der hohe Preis treibt den Schwarzmarkt an. Greenpeace meldete 2012 auch Verwendung für Papier.
  • Ökosystemschäden und CO₂: Rodung zerstört Tierhabitate, löst Landkonflikte aus und emittiert CO₂ durch Torfablässe. Torfwälder binden bis zu 50-mal mehr CO₂ als andere Tropenwälder.

Einen Überblick über problematische Hölzer finden Sie bei holz-von-hier.de.

Nachhaltige Alternativen zu Ramin

Gute Ersatzoptionen: Koto-Holz aus Afrika (neu im Handel, stark nachgefragt) oder FSC-zertifiziertes Marupa aus Brasilien (nur für Innenbereich).

Heimische Hölzer wie Buchenholz oder Eschenholz werden durch Thermobehandlung ideal: Ein chemiefreies Vakuumverfahren erhitzt das Holz bei 150–190 °C auf 5 % Feuchte. Es wird resistenter gegen Fäulnis und Insekten.

Für Außenbereich eignen sich Eichen- oder Lärchenholz. Wählen Sie FSC-Siegel oder blauen Engel für nachhaltige Produkte.