DeuAq.com >> Leben >  >> Haus & Garten

Giftige Weihnachtspflanzen: Diese Sorten bergen Risiken für Kinder und Haustiere

Traditionelle Weihnachtspflanzen verschönern Ihr Zuhause, bergen aber bei manchen Sorten ernsthafte Gefahren. Als Experten für Pflanzentoxikologie zeigen wir Ihnen, welche Weihnachtspflanzen giftig sind und wie Sie Familie und Haustiere schützen.

Blumen und Gestecke gehören zum Fest dazu – sei es im Wohnzimmer oder auf dem Tisch. Einige Arten sind jedoch giftig und stellen vor allem für neugierige Kinder oder Tiere ein Risiko dar, die Pflanzenteile kosten.

Misteln: Leicht giftig und reizend

Misteln (botanisch Viscum album) gelten in der Volksmedizin als Zauber- und Heilpflanzen. Für Mensch und Tier sind sie jedoch ungenießbar. Viscotoxine in Blättern und Stängeln verursachen leichte Magen-Darm-Beschwerden. Der Saft reizt die Haut bei Kontakt. Hängen Sie Misteln daher außer Reichweite von Kindern und Tieren auf.

Übrigens: Die Beeren sind weniger toxisch. Bei versehentlichem Verzehr reicht es meist, viel zu trinken.

Weiße Christrose: Hochgiftig bei Verzehr

Ein Gesteck mit weißen Christrosen wirkt festlich, doch alle Pflanzenteile sind extrem giftig. Verzehr kann schwere Symptome wie Herzrhythmusstörungen oder Nierenschäden auslösen. Weitere Anzeichen: Erbrechen, Durchfall, Kratzen im Hals, vermehrter Speichelfluss und erweiterte Pupillen.

Roter Weihnachtsstern: Reizt Haut und Schleimhäute

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) enthält giftige Stoffe. Platzieren Sie ihn nur fern von Kindern und Haustieren. Verzehr führt zu Übelkeit und Erbrechen. Der Milchsaft verursacht starke Haut- und Schleimhautreizungen, wie Tox Info Schweiz berichtet – bei AugenKontakt zu Bindehautentzündungen. Nicht-toxische Varianten sind für Laien schwer erkennbar.

Amaryllis: Eine der giftigsten Zimmerpflanzen

Die prächtigen 30 cm großen Blüten der Amaryllis blühen oft weihnachtlich. Doch fast alle Teile enthalten Giftstoffe, die schon in kleinen Mengen schwerwiegende Symptome wie Lähmungen, Nierenschäden, Benommenheit oder Durchfall verursachen. PETA zählt sie zu den 20 gefährlichsten Pflanzen für Hunde und Katzen.

Tipp: Schneiden Sie mit Handschuhen, waschen Sie Hände gründlich und stellen Sie die Pflanze unzugänglich auf.

Weihnachtskirsche: Leicht giftig

Die Weihnachtskirsche (Solanum pseudocapsicum) ziert Adventskränze. Die orangen Beeren verursachen bei Verzehr Magen-Darm-Probleme und Schwindel. Hängen Sie Kränze mit Beeren hoch oder außer Kinderreichweite.

Europäische Stechpalme: Giftig durch Saponine

Die Europäische Stechpalme ist laut Informationszentrale für Vergiftungen gering giftig. Die roten Beeren mit hohem Saponingehalt reizen den Magen-Darm-Trakt. Bei großen Mengen drohen Fieber oder Bewegungsstörungen. Halten Sie sie von Kindern und Tieren fern.

Notfall bei Vergiftung: So handeln Sie richtig

Bei Verdacht auf Pflanzenverzehr: Ruhe bewahren und sofort die Giftnotrufzentrale oder den Rettungsdienst rufen. Folgen Sie den Anweisungen der Fachkräfte. Bei reinem Hautkontakt reicht oft Abwaschen mit Seife und Wasser – bei starken Symptomen immer ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.