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Dürrfleckenkrankheit: So handelst du, wenn deine Tomaten und Kartoffeln befallen sind

Die Dürrfleckenkrankheit befällt oft Tomaten oder Kartoffeln. Wenn du dieses Gemüse selbst im Garten anbaust, hast du vielleicht schon mit dem Problem zu tun gehabt. Wir erklären dir, wie du der Krankheit vorbeugen und sie notfalls behandeln kannst.

Zwischen Juni und August sind Tomaten- und Kartoffelpflanzen besonders schön am Wachsen. Leider ist das auch der Hauptzeitraum für die Dürrfleckenkrankheit, eine Pilzerkrankung. Sie sorgt dafür, dass sich die Blätter deiner Pflanzen einrollen und die Früchte verfaulen.

Aber du musst deine Pflanzen nicht komplett aufgeben, wenn sie von der Dürrfleckenkrankheit befallen sind. In unserem Artikel erfährst du, wie du dem Befall vorbeugen und die kranken Pflanzen behandeln kannst.

So erkennst du die Dürrfleckenkrankheit

Besonders gut kannst du die Dürrfleckenkrankheit an den braunen Flecken auf den Blättern und an den Tomaten erkennen. Im Inneren der Flecken und an ihrem Rand sind gelbliche Ringe sichtbar.

Bei den Tomaten entstehen die Flecken meist zuerst in der Kelchgrube, also mittig an der Unterseite der Frucht. Mit der Zeit wird die Tomate matschig und faulig. Daran kannst du die Dürrfleckenkrankheit gut von der Kraut- und Braunfäule unterscheiden, bei der die Tomaten zwar auch braun, aber hart werden. 

So kannst du der Dürrfleckenkrankheit vorbeugen

Die Dürrfleckenkrankheit wird von einem Pilz ausgelöst. Dieser überdauert von Jahr zu Jahr an Pflanzenresten im Boden oder an Stäben, die du im Vorjahr bei erkrankten Tomaten verwendet hattest. Deswegen ist es wichtig, dass du befallene Pflanzenreste sorgfältig entfernst, bevor du neue Tomaten oder Kartoffeln einpflanzt. Wirf die Pflanzenreste am besten auch nicht auf den Kompost, denn dort könnten die Erreger der Dürrfleckenkrankheit ebenfalls überdauern. Außerdem solltest du Stäbe, die mit erkrankten Pflanzen in Kontakt waren, gründlich reinigen oder austauschen.

Die Dürrfleckenkrankheit kann auch schon beim Säen der Tomaten übertragen werden, und zwar über das Saatgut. Wenn du das Saatgut für deine Tomaten selbst sammelst, dann achte darauf, nur die Samen gesunder Tomaten von gesunden Pflanzen zu verwenden. 

Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius, wechselndes sonniges und regnerisches Wetter und feuchte Blätter fördern die Dürrfleckenkrankheit. Das Wetter kannst du leider nicht beeinflussen. Aber du kannst auf jeden Fall darauf achten, dass du direkt über der Erde gießt und nicht von oben über die Blätter der Pflanzen. Die Blätter in Bodennähe bis in circa 30 Zentimeter Höhe kannst du zu diesem Zweck entfernen. Damit bleiben die Blätter zumindest trocken, solange es nicht regnet. Wenn du zusätzlich die Möglichkeit hast, die Tomaten unter einem Dach zu pflanzen, ist auch das eine gute Möglichkeit, der Dürrfleckenkrankheit vorzubeugen.

Außerdem kannst du darauf achten, die Pflanzen nicht zu dicht nebeneinander zu pflanzen. Eine gute Belüftung beugt der Dürrfleckenkrankheit vor. Da Tomaten und Kartoffeln befallen werden können, ist es sinnvoll, die beiden Sorten mit großem Abstand voneinander anzubauen. So kannst du einer gegenseitigen Ansteckung vorbeugen. Stattdessen kannst du zu Tomaten und Kartoffeln zum Beispiel Möhren säen.

Wie du die Dürrfleckenkrankheit behandeln kannst

Ganz wichtig ist es, dass du sofort reagierst, wenn du die ersten Flecken der Dürrfleckenkrankheit entdeckst. Um das zu gewährleisten, solltest du deine Pflanzen regelmäßig kontrollieren und genau anschauen. Typischerweise beginnt die Dürrfleckenkrankheit an den unteren, ältesten Blättern der Pflanze. Am besten überprüfst du diese besonders gründlich.

Schneide alle von der Dürrfleckenkrankheit befallenen Pflanzenteile ab und entsorgst sie im Restmüll. Damit kannst du oft verhindern, dass die Krankheit sich weiter ausbreitet. Weitere Behandlungsmethoden ohne den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel gibt es bei einmal ausgebrochener Dürrfleckenkrankheit leider nicht. Deswegen gilt hier, dass Vorbeugen die beste Medizin ist.