Bio-Gärtnern ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Lebensweise. Als erfahrene Gärtner zeigen wir Ihnen, wie Sie zentrale Fehler vermeiden und ein harmonisches Gleichgewicht im Garten schaffen.
Beim biologischen Gärtnern verzichten Sie auf chemisch-synthetische Pestizide, bestimmte Düngemittel und Herbizide. So leben Sie im Einklang mit der Natur, fördern die Artenvielfalt und verhindern, dass Schadstoffe in Gewässer gelangen.
Da biologisches Gärtnern sich vom konventionellen Ansatz unterscheidet, machen vor allem Einsteiger Fehler, die das natürliche Gleichgewicht stören können.
Bio-Gärtnern: Rott Schädlinge nicht aus
Was tun bei Schädlingen oder kranken Pflanzen? Statt zu Pestiziden oder Herbiziden zu greifen, geht es im Bio-Garten nicht darum, Unkraut und Schädlinge komplett auszurotten.
Dies würde oft auch nützliche Pflanzen, Tiere und Insekten schädigen. Streben Sie stattdessen ein natürliches Gleichgewicht an: Schädlinge ziehen Fressfeinde wie Vögel an. Ohne Schädlinge verschwinden auch diese Nützlinge.
Vermeiden Sie Unkrautvernichtungsmittel oder das Unkraut abflammen. Unkraut bietet Insekten Nahrung und Lebensraum.
Bio-Gärtnern: Planen Sie gründlich
Der Erfolg hängt von einer guten Planung ab. Setzen Sie sich mit den Bedürfnissen Ihrer Pflanzen auseinander – gesunde Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten.
Erfahren Sie, welche Arten für Standort und Boden passen. Kombieren Sie Pflanzen klug: Manche schützen sich gegenseitig, andere konkurrieren. Siehe: Mischkulturen: Diese Kräuter und Gemüsesorten vertragen sich gut.
Achten Sie auf Gießen, Rückschnitt und natürliche Düngung.
Greifen Sie nicht sofort zu Pestiziden
Viele ersetzen chemische Pestizide zu schnell durch organische Alternativen. Greifen Sie auch zu diesen nur im Extremfall. In einem natürlichen Ökosystem sterben Pflanzen gelegentlich – lassen Sie der Natur ihren Lauf.
Bei starkem Befall helfen mechanische Maßnahmen: Abschirmen mit Zäunen, Käfigen oder Glokken. Weitere Tipps:
- Schädlinge im Garten natürlich bekämpfen: 4 Tipps
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Bio-Gärtnern: Verzichten Sie auf Torf
Fertige Erden aus dem Handel enthalten oft Torf, ebenso Topfpflanzen. Torf schadet dem Garten nicht direkt, doch seine Gewinnung zerstört Moore – Lebensräume und CO₂-Speicher. Mehr dazu: Torffreie Erde: Darum ist Torf ein Problem.
Herstellen Sie torffreie Erde selbst: Torffreie Erde selber machen: Anleitung für nachhaltige Erde.
Vermeiden Sie Plastik
Für Nachhaltigkeit reduzieren Sie Plastik: Wählen Sie Werkzeug mit Holzgriffen, meiden Sie Netze und Töpfe. Bei Notwendigkeit: Langlebig nutzen oder gebraucht kaufen.
Bio-Gärtnern: Lassen Sie den Garten wachsen
Ein Bio-Garten dient nicht nur Menschen, sondern der Natur. Vermeiden Sie große gepflasterte Flächen; priorisieren Sie Grün.
Integrieren Sie Sitzecken sparsam, nutzen Sie Rasengitter oder Rasenkantensteine. Legen Sie wilde Ecken oder Blühstreifen an – für Insekten und Artenschutz.